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Die Risikofaktoren (S. 12-14)
Bei der Entstehung der Arteriosklerose spielen die sog. Risikofaktoren eine große Rolle. Zu Durchblutungsstörungen der Beine führen verstärkt:
- Zigarettenrauchen
- Diabetes mellitus
- Fettstoffwechselstörungen
- Bluthochdruck.
Nikotin
Obwohl jeder Raucher jemanden kennt der noch viel mehr raucht und keine Durchblutungsstörungen hat, ist Nikotin zweifellos der stärkste Auslöser von Gefäßveränderungen. Jeder Zug aus einer Zigarette verändert im Blut 1 Milliarde Sauerstoffmoleküle in „freie Sauerstoffradikale", die wie Torpedos die Gefäßwand angreifen und die zarte Innenhaut der Gefäße, das Endothel, schädigen. 43% der „Schaufensterkranken" sind aktive Raucher.
Folgende Schädigungen konnten nachgewiesen werden:
- Rauchen führt über Nervenstimulation zu einer Engstellung der Gefäße.
- Rauchen führt zu einer Erhöhung der Blutfette.
- Rauchen bringt giftiges Kohlenmonoxid ins Blut.
- Rauchen führt zu einer Blutverdickung.
- Rauchen erhöht die Gerinnungsfähigkeit des Blutes.
- Rauchen führt zu einer Erhöhung des Blutdruckes (Abb. 7).
Versuchen Sie also sich das Rauchen abzugewöhnen, mindestens aber den Zigarettenkonsum kontrolliert zu reduzieren – schließlich es geht um Ihre Gesundheit (Abb. 6).
Wenn Sie es allein nicht schaffen, gibt es viele Hilfsmöglichkeiten. Die Teilnahme an einem Raucherentwöhnungskurs ist sinnvoller als Nikotinpflaster. In diesen Kursen wird eine Verhaltensmodifikation erarbeitet, weil bei vielen Rauchern der Griff zur Zigarette schon unbewusst wie ein Reflex abläuft. Diese Kurse laufen in der Regel über 10 Wochen und werden von den Krankenkassen und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Ostmerheimer Straße 200, 51109 Köln, Tel: 0221/8992-0) angeboten. Informieren Sie sich!
Diabetes mellitus
Insulin wird benötigt um Zucker in die Zellen einzuschleusen. Ohne Insulin steigt der Zuckerspiegel im Blut zwar an, den Zellen fehlt aber trotzdem der Nachschub an Energie.
Seit der Entdeckung des Insulins ist die Zuckerkrankeit in ihrer Akutform medizinisch beherrschbar. Das diabetische Koma als Todesursache ist inzwischen eine Rarität.
Umso mehr Sorgen machen die diabetischen Folgekrankeiten, an erster Stelle Durchblutungs- und Nervenstörungen. Häu.g sind sowohl die großen (Makroangiopathie) als auch die kleinen Blutgefäße (Mikroangiopathie) betroffen. Bei vielen Diabetikern werden die Durchblutungsstörungen zu spät erkannt, weil – als Folge der Nervenerkrankung – der Schmerz als Warnzeichen fehlt. Das Amputationsrisiko ist bei Diabetikern 45(!) mal höher als bei der Normalbevölkerung.
Beim Diabetes werden zwei Typen unterschieden:
Typ 1 Diabetes: Diese Form tritt häufig schon bei jungen Menschen auf. In der Behandlung ist von Anfang an Insulin erforderlich.
Typ 2 Diabetes: Wird nicht ganz richtig häufig „Altersdiabetes" genannt. Der Körper produziert zwar weiter Insulin, aber das Insulin wirkt nicht richtig. Die Zellen sind Insulin unempfindlich. Allein durch eine Gewichtsreduktion (90% aller Typ 2 Diabetiker haben Übergewicht), mehr Bewegung und eine gesunde Ernährung kann eine Normalisierung des Blutzuckerspiegels erreicht werden. Sonst ist eine zusätzliche Behandlung mit Tabletten erforderlich.
In Deutschland gibt es ca. 300 000 Diabetiker des Typs 1 und 4 - 5 Millionen Diabetiker des Typs 2. Jeder Diabetiker – auch vom Typ 2 – sollte ein Diabetiker-Schulungsprogramm durchlaufen ...
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