Suchen und Finden

Titel

Autor/Verlag

Inhaltsverzeichnis

Nur eBooks für mein Endgerät anzeigen:

 

Newsletter

Ratgeber Depression. Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Depression. Informationen für Betroffene und Angehörige

von: Martin Hautzinger

Hogrefe Verlag, 2006

ISBN: 9783840918797, 76 Seiten

Format: ePUB, PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Odys Media Book Scala,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,IREX Digital Reader,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 7,99 EUR

Ersparnis: 0,96 EUR

  • Inter- and intragenerational economic mobility - Germany in international comparison
    Islamisches Familienrecht - Methodologische Studien zum Recht malikitischer Schule in Vergangenheit und Gegenwart, Band 1
    Einführung in die Studiengangentwicklung
    Meer, du berührst meine Seele - Ein maritimes Lesebuch
    Kompetenzorientierung und Leistungspunkte in der Berufsbildung
    Die handlungsorientierte Ausbildung für Laborberufe / Prüfungsvorbereitung - Aufgaben und Lösungen
    Lehrerbildung in Gewerblich-Technischen Fachrichtungen
    Odem des Todes - Phantastik Anthologie
  • Lernen und Bildung Erwachsener
    Sherlock Holmes - Das ungelöste Rätsel
    Lippenstift und Motoröl - Eine Untersuchung zur Technologiekompetenz weiblicher Auszubildender am Beispiel der Kraftfahrzeugmechatronikerinnen
    Sherlock Holmes - Der verwunschene Schädel
    Moderne Berufsstrukturen in der Elektroindustrie - Der zweijährige Ausbildungsberuf Industrieelektriker/-in
    Beratungs- und Serviceangebote für die Nachqualifizierung - Instrumentarien, Methoden und Praxiserfahrungen
    Lokale Infrastruktur für alle Generationen - Ergebnisse aus dem Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser
    Evangelisch-Lutherische Kirchenagende - Die Konfirmation
 

Mehr zum Inhalt

Ratgeber Depression. Informationen für Betroffene und Angehörige


 

1 Depression – Was ist das? (S. 8-9)

1.1 Von der trüben Stimmung zur Depression
Nicht jede traurige Verstimmung darf mit einer Depression gleichgesetzt werden. Trübe Gedanken gehören zum Alltag, sie vergehen auch schnell wieder. Eine Enttäuschung wird nach Tagen durch neue Erlebnisse verdrängt. Die Zeit heilt Wunden. Beim Verlust oder Tod eines nahen, geliebten Menschen ist die Trauer oft tief und länger anhaltend, oft ein ganzes Jahr. Wir können aber voraussagen, dass sich die Stimmung fast immer wieder aufhellt. Eine solche traurige Verstimmung, auch wenn sie momentan noch so tief sitzt, bezeichnen wir nicht als Krankheit.

Schwermut, Melancholie oder moderner „Depressionen“ sind häufige Störungen und ernsthafte Erkrankungen, die den ganzen Menschen betreffen.

Sowohl seelische als auch körperliche Funktionen sind davon betroffen. Die seelischen Veränderungen betreffen vor allem das Gefühlsleben. Positive Gefühle, wie Freude, Lust, Energie, Interesse, Zufriedenheit, Entspannung fehlen oder treten stark in den Hintergrund. Negative, unangenehme und schmerzhafte Gefühle bestimmen in einem nicht bekannten Ausmaß das Leben. Zu diesen negativen Gefühlen gehören Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, Angst, Verbitterung, Einsamkeitsgefühl, Hilflosigkeit, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Sie wechseln ab mit Phasen der Erschöpfung, der Schwermut und der Leere, bei der sich die Betroffenen wie „eingemauert“, isoliert und innerlich wie tot vorkommen.

Eine Depression betrifft jedoch auch die Leistungsfähigkeit, das Denken, das Gedächtnis und das Urteilsvermögen. Betroffene klagen über Konzentrationsmangel, über Gedächtnisschwächen und Probleme, sich Ereignisse zu merken. Sie ermüden leichter, haben weniger Ausdauer und Kraft. Selbst bei Alltäglichkeiten fällt die Entscheidung oft schwer und das Urteilsvermögen ist eingeschränkt.

Verändert ist auch die Art und Weise, wie von Depression Betroffene sich selbst, ihre Angehörigen, ihre Lage, ihre Möglichkeiten und ihre Zukunft sehen. Es dominiert Pessimismus, auch wenn es dafür keinen eindeutigen Grund gibt. Die Umwelt, oft auch die Angehörigen werden als fremd, bedrohlich und feindselig erlebt. Die eigene Person ist schlecht und hat Schuld auf sich geladen. Das eigene Leben erscheint als eine Kette von Misserfolgen und Niederlagen. Die Zukunft ist unsicher, unausweichlich voll mit Bedrohlichem. Daher erleben viele depressive Menschen auch Angst und Hoffnungslosigkeit.

Verändert sind auch der Antrieb, die Begeisterungsfähigkeit, das Interesse, das Berührtsein von Dingen und Erlebnissen und die Anteilnahme. Schwermütige ziehen sich zurück, haben keine Ziele und Wünsche mehr. Das Leben ist fade, freudlos und leer. Schlimmstenfalls sieht man im Weiterleben keinen Sinn mehr und will nicht mehr am Leben bleiben. Besonders typisch für eine Depression sind zahlreiche körperliche Beschwerden. Betroffene leiden unter Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, einem Verlust von sexuellen Interessen und Empfindungen bei Sex, fehlendem Geschmacksempfinden, Druck und Enge in der Brust, Kopf- und Bauchschmerzen, Magen- und Darmbeschwerden, Kraftlosigkeit, Erschöpfung, Vergesslichkeit, Gereiztheit, Unruhe und ziellosem Getriebensein. Insbesondere im fortschreitenden Alter bestimmen diese körperlichen Beschwerden das Bild einer Depression.

Schlafstörungen sind oft die ersten Anzeichen einer Depression und müssen immer sehr ernst genommen werden. Zwei oder mehr Stunden vor der gewohnten Zeit wachen depressive Patienten auf; in diesen frühen Morgenstunden wird die Depression als besonders schwer empfunden. Es ist das Morgentief der Depressiven. Der Schlafrhythmus ist bei ihnen gestört. Ein Zehntel der depressiven Patienten hat nicht zu wenig, sondern zu viel Schlaf. Die Ursachen für dieses Phänomen sind gänzlich unbekannt.