Suchen und Finden
Service
Infos und Kontakt
Mit Mitarbeitern kommunizieren (S.172)
Leitfragen:
Können Sie kommunizieren?
Nonverbale Kommunikation – wie wirken Sie?
Können Sie sich ausdrücken?
Gibt es bei Ihnen Büromöbel mit Körpersprache?
Als Führungskraft müssen Sie gekonnt kommunizieren. Sie geben ein Vorbild. Wenn Sie in der Lage sind, anderen Ihre Meinung und Absicht klar, logisch, präzise, eindeutig und prägnant zu übermitteln, dann wirken Sie tatsächlich als Vorbild. Kommunizieren Sie aber mit verbalen Rundumschlägen, »man sollte, könnte, müsste«- Formulierungen und schwammigen Aussagen, dann werden Sie zum Orakel des Unternehmens (»Was hat er eigentlich gemeint?«).
Aha, sagen Sie, dann offenbare ich mich erst mal lieber nicht in Zweifelsfällen, bevor ich Unsicherheit verbreite. Gut gemeint, aber wie Bertolt Brecht schon sagte: »Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. «
Können Sie kommunizieren?
Man kann nicht nicht kommunizieren. Wir drücken uns ständig irgendwie aus, wenn nicht mit Worten oder Lauten, dann mit Gesten oder Nicht-Gesten. Oder wie der berühmte Volksmund sagt: »Keine Antwort ist auch eine Antwort.« Wie kommuniziert man denn nun richtig?
Gute Kommunikationsfähigkeit besteht einerseits darin, seine Gesprächspartner dazu zu bewegen, sich offen und frei mitzuteilen, und andererseits, ihnen nicht nur aufmerksam zuzuhören, sondern auch »zwischen den Zeilen zu lesen«. Genau das ist das Problem: zwischen den Zeilen zu lesen. Nicht, dass Sie sich als Kaffeesatzleser oder Wahrsager betätigen sollten, aber zu entdecken, was nicht gesagt, aber gemeint ist, das wird zu einem entscheidenden Merkmal Ihrer Führungsfähigkeiten.
Nun können Sie sich einerseits auf den Standpunkt stellen: »Wenn ein Mitarbeiter mir eine Information vorenthalten will, dann ist das seine Sache.« Vielleicht aber gibt es gute Gründe für die Zurückhaltung. Sei es zum Beispiel die Furcht vor Sanktionen. Sie wissen, in früheren Zeiten wurde der Überbringer einer schlechten Nachricht gelegentlich hingerichtet.
Das half zwar nicht bei der Lösung eines Problems, aber es war ein Sündenbock gefunden. Manche Mitarbeiter wagen es einfach nicht, Unangenehmes offen auszusprechen, weil sie erlebt haben, zu welchen unkontrollierten Ausbrüchen gestresste Vorgesetzte fähig sein können. Auf der anderen Seite sollten Sie aber dafür sorgen, dass sich Mitarbeiter angstfrei und offen äußern können. Haben Sie also unbedingt auch ein Ohr für das Nicht-Gesagte.
Sie kämpfen hier gegen ein grundlegendes Problem unseres Kulturkreises an. Wir haben in der Schule – und den folgenden Schulen des Lebens – gelernt zu schreiben, zu rechnen, zu denken, zu argumentieren, aber nicht, zuzuhören. Warum auch, nur wer redet, der teilt etwas mit. Und wer nichts sagt, der wird auch nicht gehört. Das ist so weit in Ordnung, aber alles zu seiner Zeit. Denn es ist ein Hauptgrund für Mitarbeiterbeschwerden: »Man hört mir nicht richtig zu«, »Man nimmt sich keine Zeit für mich«, »Mein Chef weiß sowieso alles besser«, »Ich kann sagen, was ich will, ich laufe gegen eine Wand«.
Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen MwSt.; Ersparnis im Vergleich zur Printversion



















