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Handbuch Bildungscontrolling - Steuerung von Bildungsprozessen in Unternehmen und Bildungsinstitutionen
8 Parameter des Output-Controllings (S. 96)
Einleitung
Das Output-Controlling überprüft die Ergebnisse von Bildungsprozessen, die in der Verantwortung von Bildungseinrichtungen ablaufen. Dabei geht es zum einen um Bildungs- und Lerneffekte bei den Teilnehmenden (in der Fachdiskussion auch Outcome genannt), zum anderen um den Leistungsoutput der Bildungseinrichtung und um die wirtschaftliche Effizienz der Leistungen. Controlling-Fragen lauten beispielsweise:
• Bezogen auf Bildungs- und Lerneffekte: Wurden mit der Massnahme bzw. mit dem Programm die Qualifikationsziele realisiert, die geplanten Transferschritte vollzogen, die Zielgruppen erreicht?
• Bezogen auf Leistungsoutput und Effizienz: Wurden mit der Massnahme bzw. mit dem Programm die Vorgaben betreffend Leistungsangebot, Teilnahmevolumen, Teilnehmerzufriedenheit, Wirtschaftlichkeit umgesetzt?
Zur Illustration: Der im Fallbeispiel in Kapitel 7 (Einleitung) beschriebene Reorganisationsprozess im Geschäftsbereich eines grösseren Unternehmens ist abgeschlossen.
Das Bildungscontrolling analysiert die Resultate und stellt folgende Fragen:
Konnten alle Mitarbeitenden der Geschäftseinheit fristgerecht auf ihre neuen Aufgaben und Einsatzgebiete vorbereitet werden?
Hat der Transfer ins Praxisfeld geklappt?
Entspricht die erworbene berufliche Kompetenz den Zielvorstellungen der Betriebsleitung und den tatsächlichen Anforderungen an den neuen Arbeitsplätzen?
Sind die Führungskräfte mit dem Support seitens des Ausbildungszentrums zufrieden?
Wie beurteilen die Linienverantwortlichen den ökonomischen Nutzen der Trainingsmassnahme?
Konnten die budgetierten Kosten eingehalten werden?
Wie ist das Verhältnis zwischen Trainingskosten und erzielten betrieblichen Deckungsbeiträgen einzuschätzen?
Realisierte Bildungseffekte und Leistungsoutputs sind am verfügbaren Input an Wissen, Personal und Finanzen zu messen. Auf dieser Basis kann das Controlling die Wirtschaftlichkeit des Ressourceneinsatzes überprüfen: Wieviele Teilnehmenden konnten ein Lernprogramm inklusive Prüfungen mit gegebenen Ressourcen – Anzahl Schulungstage, Anzahl Lehrkräfte – erfolgreich absolvieren? Wie ist die Effizienz der Serviceleistungen und der Infrastrukturnutzung einzuschätzen?
Erweist sich der Output als ungenügend, so sind bei der Ursachenanalyse auch Informationen über die Prozessqualitäten einzubeziehen. Wie bei den Prozessen (Kapitel 7) unterscheiden wir auch auf der Output-Seite unserer Systematik zwischen Parametern der Bildungsarbeit und jenen des Bildungsmanagements:1 a) Bildungsarbeit: Erzielter Qualifikationsgewinn bei der Zielgruppe; Lern- und Umsetzungserfolg; Zufriedenheit der Teilnehmenden; effektive Kosten und Erträge der Massnahme; ökonomischer Nutzen der Qualifizierung. Die Parameter und Messgrössen werden in Kapitel 8.1 vorgestellt. b) Bildungsmanagement: Volumen und Struktur des realisierten Angebots, Teilnahmevolumen, Effizienz der Serviceleistungen, Kundenzufriedenheit, Kosten- und Ertragsstruktur. Die Parameter und Messgrössen werden in Kapitel 8.2 erläutert.
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