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Neustart

Neustart

von: Erwin Staudt

Campus Verlag, 2002

ISBN: 9783593370989, 184 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 22,10 EUR

Ersparnis: 2,80 EUR

  • Heiraten? Nur aus Liebe! - Bianca Bd. 1753
    Tage der Rache, Nächte der Zärtlichkeit - Baccara Bd. 1627
    Viel mehr, als du denkst! - Baccara Bd. 1631
    Word 2002 - Professionelle Textverarbeitung
    EIN HAPPY END FÜR UNSERE LIEBE - Bianca Bd. 1748
    Handlungsorientiert lehren und lernen
    NEUER MANN - NEUES GLÜCK? - Bianca Bd. 1749
    Trotzdem Lehren
  • Ein Millionär zum Verlieben - Bianca Bd. 1750
    CSS- Die praktische Referenz
    Auf Umwegen ins große Glück - Bianca Bd. 1751
    little boxes - Webseiten gestalten mit CSS. Grundlagen.
    Küsse, Baby und das Familienglück - Bianca Bd. 1752
    Hurentaten

     

     

     

 

Mehr zum Inhalt

Neustart


 

      
                                                        WHAT TO DO! 
                     RAUS AUS DEM SCHLAFWAGEN, 
                       RAUF AUF DIE LOKOMOTIVE



Handlungsbereitschaft – der Wille, etwas zu ändern – entsteht meist durch Einsicht. Oft wird dafür aber auch ein gewisser Druck benötigt. Dieser Leidensdruck kam nach meiner Einschätzung in den letzten 50 Jahren nie richtig auf. Dafür ging es uns einfach zu gut. Nach dem Krieg hat die deutsche Wirtschaft einen beispielhaften Aufstieg genommen. Alles war geprägt von »Wellen« und »Wundern« – Fresswelle, Einrichtungswelle, Reisewelle.

Ein Wirtschaftswunder, sogar ein Fräuleinwunder hat uns geziert. So viel Wohlstand und eine weltweite Bewunderung erzeugen auch ein entsprechendes nationales Selbstbewusstsein. Unsere Autos, unsere Werkzeug- und Produktionsmaschinen, »made in Germany«, waren Weltmarktführer. Deutschland war nicht nur Fußball-, sondern auch Exportweltmeister. Warum soll ein solches Land also mit Nachdruck in eine Internetwirtschaft einsteigen, warum diese Verzweigung des bisherigen Erfolgsweges?

Der Grund liegt einfach darin, dass alle unsere Erfolgsschlager zunehmend von Informationstechnologie durchdrungen werden. Wir merken nicht sofort, dass in einem Automobil aus deutscher Produktion plötzlich der Wert der verwendeten Mikroprozessoren und der Software höher ist als der des Stahls und des Aluminiums. Eine Werkzeugmaschine, die in den 80er Jahren noch zu 85 Prozent aus Mechanik bestand, besteht jetzt plötzlich aus 40 Prozent Mechanik und 60 Prozent aus Mikroprozessoren und Software.

Dies kann beliebig auch in andere Produktbereiche ausgedehnt werden. Chemische Verfahren, Konstruktionen, die Entwicklung von Arzneimitteln, sind ohne den massiven IT-Einsatz nicht mehr denkbar. Klimaschutz, Sicherheit, Verkehrswesen, Gesundheitssysteme, Verwaltung von Massendaten – endlose Anwendungsfelder für IT-Lösungen.

Alle diese Felder durchziehen unsere Wirtschaft und Gesellschaft. Sie können vom Staat nur geführt werden, wenn wir alle für Veränderungen bereit sind. Dies bedeutet auch und vor allem, bereit zu sein, neue Methoden und Verfahren, die mit Technik zu tun haben, einzusetzen. Der Staat muss hierbei Rahmenbedingungen schaffen, ohne direkt in den sensiblen Prozess des Werdens einzugreifen. Er muss die Expertise der Menschen einholen, die bereits Erfahrungen mit den neuen Techniken haben und mit ihnen zusammen den Rahmen definieren, in dem die Entwicklung neuer Formen ablaufen soll.

Diese Privat Public Partnership wird zu neuen Kooperationsformen führen. Der Staat rückt näher an den Bürger heran – gut für die Demokratie, gut für die Sache. Die Wirtschaft übernimmt mehr Verantwortung. Sie wird damit auch schneller, weil sie nicht auf staatliche Initiative wartet, sondern weiß, dass wesentliche Bereiche direkt angesteuert werden müssen.