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2 JavaServer Pages (S. 37-38)
Dieses Kapitel wird Sie in die Lage versetzen, Ihre statischen HTML-Seiten mit dynamischem Java-Code zu verknüpfen, um diese wiederverwendbar zu machen oder zu personalisieren. Sie werden lernen, wie Sie Java-Fragmente mit HTML-Elementen verknüpfen, um ansprechende und leistungsfähige Java-Anwendungen zu schreiben. Ihre Anwender können auf diese dann mit einem gewöhnlichen Browser, wie dem Internet Explorer oder Firefox zugreifen, ohne selbst auf eine Java-Laufzeitumgebung angewiesen zu sein.
JavaServer Pages oder kurz JSP sind eine von Sun Microsystems im Rahmen der Enterprise Edition entwickelte Technologie, um Java-Code in HTML-Seiten einbetten und beim Abruf der Seite auf dem Server ausführen zu können. Sie bilden damit eine Alternative zum Common Gateway Interface (CGI), PHP oder den Active Server Pages (ASP) von Microsoft, mit denen Sie vielleicht schon Erfahrungen sammeln konnten. Um den in einer JSP enthalten Java-Code ausführen zu können, benötigen Sie natürlich analog zu Ihren Java-Programmen eine Laufzeitumgebung oder Virtual Machine, die den Code interpretiert und ausführt. Diese Laufzeitumgebung besteht bei JavaServer Pages aus einem Servlet-Container, wie dem Apache Tomcat, dessen Installation und Funktionsweise Ihnen das erste Kapitel beschreibt.
Info Ein solcher Servlet-Container kann dabei auch in einen Java Enterprise Application Server, wie beispielsweise den in diesem Buch verwendeten JBoss Application Server (www.jboss.org), integriert sein. Eine Einführung und einen Überblick über die verschiedenen Bestandteile des JBoss finden Sie in Kapitel 1.
Achtung
Da der Apache Tomcat neben JSPs auch statische Ressourcen wie HTML-Dokumente und Bilder ausliefern kann, wird er in verschiedenen Quellen auch als Webserver bezeichnet. Um hier keine Verwirrung zwischen der Nomenklatur zu schaffen, können Sie sich den Servlet- Container in diesem und den folgenden Kapiteln als eine in einen Webserver integrierte Java-Laufzeitumgebung für JSPs und Servlets vorstellen.
Bevor Sie jedoch beginnen, eigene Webanwendungen zu entwickeln, soll Ihnen der nächste Abschnitt zunächst einen Einstieg in das Zusammenspiel von Browser, Internet und Servlet-Container vermitteln.
2.1 Webanwendungen gestern und heute
Was ist eigentlich das Internet? Was wir unter dem Begriff Internet in der Regel verstehen, ist der weltweit größte Zusammenschluss von Computern, welche all die von uns inzwischen für unverzichtbar gehaltenen Dienste wie das World Wide Web (WWW) oder E-Mail anbieten. Jeder ans Internet angeschlossene Computer ist dabei im gesamten Internet unter einer eindeutigen Nummer bekannt und kommuniziert mit den anderen Rechnern über ein festgelegtes Protokoll, wie etwa das Hypertext Transfer Protocol (HTTP). ,
Info Natürlich handelt es sich bei einem Server genau genommen um ein Programm, welches auf einem Rechner läuft und den Service anbietet. So kann ein Rechner auch mehrere Server(-Programme) gleichzeitig hosten und über unterschiedliche Ports bereitstellen. Um das Bild aber nicht zu verkomplizieren, werden wir hier mit einer vereinfachten Darstellung arbeiten und den gesamten Rechner als einen Server betrachten.
Um viele der Beispiele in diesem Buch auch an einem Rechner nachvollziehen zu können, wird Ihr Arbeitsplatzrechner dann als Server und als Client fungieren und in diesem Fall mit sich selbst kommunizieren.
Man unterscheidet die angeschlossenen Rechner dabei nach
- Servern, die Daten oder Dienste bereitstellen, und
- Clients, die diese Dienste abrufen.
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