2 Installation (S. 53-54)
Auch wenn die Installation von Windows XP bemerkenswert einfach ist, sollten Sie vor Beginn einige Hinweise beachten und nicht ohne eine durchdachte Planung anfangen, wenn Sie ein optimal eingerichtetes System erhalten wollen.
Für den Einsatz in Unternehmen verfügt Windows XP Professional mit den Remote Installation Services über eine leistungsfähige Technologie, mit deren Hilfe Sie die Installation zeitgleich auf mehreren Systemen automatisiert durchführen können.
2.1 Überlegungen zur Hardware
Windows XP ist hinsichtlich seiner Anforderungen an die Hardware eines PC-Systems ähnlich anspruchsvoll wie Windows 2000 Professional. In diesem Abschnitt finden Sie Informationen zur optimalen Hardwarekonfiguration einer professionellen Arbeitsstation.
2.1.1 Hardwareansprüche
Bevor es um konkrete Tipps für die optimale Hardware-Ausstattung eines Computers für Windows XP Professional geht, werden in den nachfolgenden Abschnitten die einzelnen Kategorien grundsätzlich betrachtet.
Prozessor
Windows XP unterstützt Prozessoren ab dem Intel Pentium. Allerdings ist ein sinnvolles Arbeiten erst mit einem Pentium II, 233 MHz, oder einem vergleichbaren Prozessor, beispielsweise von AMD, möglich. Interessanterweise heißt das Verzeichnis, welches die Installationsdateien auf der CD enthält, immer noch i386. Auf einem Intel 80386 läuft Windows XP allerdings definitiv nicht.
Windows XP Professional unterstützt im Übrigen wie auch schon Windows 2000 Professional oder Windows NT 4 Workstation bis zu zwei Prozessoren für symmetrisches Multiprocessing. Zwei gleiche Prozessoren (Typ und Taktfrequenz) teilen sich dabei die Arbeit und greifen auf den selben Hauptspeicher zu. Insbesondere bei rechenintensiven Anwendungen kann damit eine Steigerung der Gesamtperformance erreicht werden. Voraussetzung ist allerdings, dass die Anwendung einzelne Arbeitsschritte parallel in verschiedenen Threads ausführt – anderenfalls kann das Betriebssystem die Abarbeitung nicht parallel durchführen, sondern wird den einzelnen Thread nur einem Prozessor zuordnen. In so einem Fall profitiert nur das Ansprechverhalten des Systems an sich etwas, da Betriebssystem- Threads dann auf dem anderen Prozessor laufen können.
Hauptspeicher
RAM kann man nie genug haben. Hier sehen Sie auch eine der Stärken von Windows XP gegenüber den kleineren Brüdern der 9x-Reihe: Während bei diesen eine RAM-Kapazität von mehr als 128 MB kaum etwas bringt, beginnt sich Windows XP gerade erst da richtig wohl zu fühlen. Für den professionellen Einsatz in der grafischen Bildverarbeitung können Sie problemlos bis zu 4 GB in Ihrem System einsetzen – vorausgesetzt, Ihre Hardware hält da mit.
Festplattenspeicher
Windows XP neigt insbesondere bei weniger RAM zu ständigem Auslagern auf die Festplatte – allerdings brächte dann eine Vergrößerung des Hauptspeichers mehr, als eine besonders schnelle Platte wieder hereinholen könnte. Für den Workstation-Einsatz reichen heutige schnelle IDE-Festplatten vollkommen aus, allerdings empfehlen sich hier moderne Modelle ab 7 200 Umdrehungen je Minute. SCSI-Festplatten ab 10 000 Umdrehungen erreichen noch höhere Leistungswerte bei gleichzeitig geringerer Belastung für die CPU, sind aber auch teurer.
Neben der eigentlichen Geschwindigkeit und Größe der Festplatte (heute, Stand Mitte 2002, sind Festplatten unter 20 GB praktisch nicht mehr zu bekommen) sollte vor allem die Aufteilung, sprich Partitionierung, eine Rolle in Ihren Überlegungen spielen. Hier können Sie aufgrund der professionellen Features, die in Windows XP implementiert sind, einiges an Flexibilität und Geschwindigkeit gewinnen, wenn Sie sich vor der Installation Gedanken über die Aufteilung Ihrer Festplatten machen.
Zu empfehlen ist bei Verwendung von einer einzigen Festplatte im System eine Einteilung, wie sie in der folgenden Abbildung zu sehen ist.
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