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Das Genetische Magazin (Band Nummer: 2413)
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Das Genetische Magazin (Band Nummer: 2413)
von: Arndt Ellmer
Pabel-Moewig Verlag, 2007
 
Format: PDF, EPUB, PDF
geeignet für: PC, MAC, Laptop  Bookeen CyBook Gen3 Rev: 1.9, Bookeen CyBook Opus, COOL-ER eReader, Hanvon N518, Inves-Book 600, Sony Reader PRS-300, Sony Reader PRS-505, -600, -700 Online-Lesen



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Kapitelübersicht
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Inhaltsverzeichnis
Leseprobe
Blick ins Buch
Fragen zum eBook?
50 Seiten
Download: 625 KB
ISBN: PR2413BOOK
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Leseprobe

4. (S. 22-23)

Die Anzeigetafel von Pharo I blinkte hektisch. Sie signalisierte dem Eintretenden, dass der Rechenverbund zu einem Ergebnis gekommen war.

Pharoib Inssino schloss die Tür. Er ignorierte die Anzeige. Egal, was die Rechner herausgefunden hatten, es konnte warten. Im Vergleich mit dem, was der Kolonnen-Anatom gerade erlebt hatte, versank alles andere in Bedeutungslosigkeit. Noch immer benommen von dem Erlebten, durchquerte Inssino den Wohnbereich und verschwand in der Ruhenische. Die Worte des Terraners Roi Danton klangen in seinen Gehörgängen nach.

Wieder einmal Bestien, große und kleine.

Danton kannte Bestien! Wie gut, würde sich zeigen. Zum ersten Mal trafen sie auf ein Lebewesen, das vielleicht Informationen besaß, nach denen sie in der DERUFUS seit Jahrtausenden suchten.

Er rief ein Datenarchiv auf. Milchstraße, gab er ein, Roi Danton und Bes-tien. Vielleicht brauchte er den Terraner überhaupt nicht, vielleicht ruhte die Information bereits in den Dossiers der Dunklen Ermittler, von denen ihm leider nur ein Bruchteil zugänglich war. Zumindest auf biologische, genetische und anatomische Daten konnte er zugreifen. Die Suche lieferte keine Ergebnisse.

Inssino setzte sich auf die Liege, massierte mit den Krallen seine Kopfhaut. Hatte Sheymor Merquin mit so etwas gerechnet? Hatte er ihn deshalb so schnell loswerden wollen? Was führte er jetzt im Schilde?

Pharoib Inssino überlegte, wie er selbst in dieser Situation gehandelt hätte. Er hätte versucht, vom Hoch-Medokogh eine Sondergenehmigung zu erhalten, um das Urbild Roi Danton befragen zu dürfen. Merquin hingegen würde eher den direkten Weg gehen und den Terraner ansprechen, der offensichtlich wach war.

Das verstieß gegen die Vorschriften. Die Urbilder durften keinesfalls aus ihrem Dämmerzustand zwischen Wachen und Schlafen gerissen werden. Einst hatten sie es in ihrer gemeinsamen Ausbildung gelernt. Anschließend hatten Merquin und er vieles gemeinsam erforscht und sich dadurch oftmals gegenseitig neutralisiert. Sie hatten Zeit und Hirn vergeudet, weil sie beide ein und dasselbe Problem studierten, statt sich verschiedenen Aufgaben zuzuwenden.

Irgendwann war ihnen klar geworden, dass sie sich gegenseitig blockierten. Von da an verstanden sie sich als Konkurrenten, die sie in Wahrheit schon immer gewesen waren. Der Weg von der Freundschaft zur Feindschaft war danach ziemlich kurz. »Ich brauche eine Verbindung mitSheymor Merquin«, sagte Inssino. Egal wie, er musste in Erfahrung bringen, was der Leiter des Genetischen Magazins mit Roi Danton plante.

»Sheymor Merquin ist nicht erreichbar. Er hat die Außenkommunikation für alle Anrufe unter Priorität eins blockieren lassen.«

Die Auskunft alarmierte Pharoib Inssino. Eine Weile spielte er mit dem Gedanken, ins Zentrum zu gehen und dem Hoch-Medokogh von seinem Verdacht zu berichten. Rorian Omokra war als Kommandant der DERUFUS gleichzeitig die oberste Autorität aller Kolonnen-Anatomen. Sein Wort galt. Noch niehatte jemand es gewagt, sich seiner Entscheidung zu widersetzen.

Inssino ließ den Gedanken fallen. Wie auch immer der Hoch-Medokogh entscheiden würde, wäre es zu spät. Wenn Merquin Danton sein Wissen entreißen wollte, tat er das längst, und niemand konnte ihn daran hindern.

Der Kolonnen-Anatom sprang auf. Einem ersten Impuls folgend, wollte er in das Genetische Magazin zurückkehren. Dann sah er ein, dass er dort nichts ausrichten konnte. Solange Sheymor Merquin die Tagschicht absolvierte, konnte dieser ihm jederzeit den Zutritt verwehren. Das Risiko einer Blamage vor Hunderten von Artgenossen ersparte Pharoib Inssino sich lieber.

Anders verhielt es sich, wenn er seine Nachtschicht antrat. Dann besaß er dieselben Befugnisse wie Merquin mit einer einzigen Ausnahme. Er konnte nicht auf dessen persönlichen Rechner zugreifen, sondern musste sich der anderen supratronischen Systeme bedienen, die ihm in der Senke zur Verfügung standen.



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