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Das verlöschende Volk (Band Nummer: 2422)
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Das verlöschende Volk (Band Nummer: 2422)
von: Arndt Ellmer
Pabel-Moewig Verlag, 2008
 
Format: PDF, PDF
geeignet für: PC, MAC, Laptop Online-Lesen



Print-Preis:    €  1,85  
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Kapitelübersicht
Kurzinformation
Inhaltsverzeichnis
Leseprobe
Blick ins Buch
Fragen zum eBook?
47 Seiten
Download: 708 KB
ISBN: PR2422BOOK
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Leseprobe

4. (S. 16-17)

Der Vektor-Helm ... das letzte Zeugnis, das ARCHETIMS HORT über zwanzig Millionen Jahre überdauert hatte, Bestandteil der Nachtlicht-Rüstung, der Generalin anvertraut und schließlich – ob Zufall oder kosmische Vorsehung – in die Hände Alaska Saedelaeres gelangt.

Für den Mann mit der Maske war es eines der spannendsten Rätsel der letzten Jahre: Brachte er, indem er den Helm mit sich nahm, ein Duplikat in die Vergangenheit, oder trug er vielmehr den Helm an den Ort und in die Zeit, in die er gehörte, und war von daher bereits Teil der Zeitlinie, die schließlich zur Retroversion führen würde? Die Zeit war stark, wild und unberechenbar, und jeder Versuch, ihr ein Schnippchen zu schlagen, würde letztlich scheitern. Die Zellaktivatoren waren nur ein vergleichsweise kleiner Eingriff, lediglich eine Spende von Vitalenergie; Zeitreisen hingegen, wollte man sie nennen, wie man wollte, wesentlich gravierender. Man konnte die Zeit nicht benutzen, man war stets ein Teil von ihr und wurde von ihr benutzt. Und wenn man zu lange über die Logik nachdachte, die in Zeitreisen und -schleifen steckte, brauchte man den Anblick des Cappinfragments nicht mehr, um wahnsinnig zu werden.

»Operation Tempus« spielte mit dem Feuer. Was, wenn sie eine neue Gegenwart generierten, indem sie sich in die Vergangenheit begaben? Die gewaltige zeitliche Distanz verlockte ihn zwar dazu anzunehmen, der Fluss der Zeit würde diesen kleinen, unvorhergesehenen Strudel über die kommende Strecke ausgleichen, aber vielleicht spalteten sich auch Realitäten ab, und sie wurden auf immer Bestandteil eines Paralleluniversums. Alaska Saedelaeres Gedanken schweiften zurück zum Helm. Einem Umstand hatte er bisher wenig Beachtung gezollt: Wenn es tatsächlich durch sein Eingreifen in diesem Augenblick zwei Helme gab, einen aus der Zukunft, einen aus der Gegenwart, und dies Kamuko bekannt wurde, konnte sie daraus womöglich Rückschlüsse auf die Herkunft der JULES VERNE ziehen ...

Das Versteck im Bodentresor kam Alaska plötzlich nicht mehr sicher genug vor. Er beobachtete die Ankunft der Prinzipa genau: Spürte sie den Helm?

Nichts deutete darauf hin.

Als Generalin Kamuko den Hantelraumer endlich verließ, starrte Alaska Minuten lang blicklos auf die Bildübertragung.

Entwarnung! Wenigstens für dieses Mal. Erleichtert drehte er sich um – und sah, wie an der linken Wand, keine sechs Meter entfernt, ein waberndes Etwas hereinschwebte: ein Gewissenswächter!

Alaska erkannte ihn am Gesicht.

Du bist Adagi Yaron!

Erst befürchtete er, der Besuch des Lanterns gelte dem Vektor-Helm.

Du willst das Etui!

Das Wesen verneinte.

Ich interessiere mich für dein Gesicht, Alaska Saedelaere. Nimm deine Maske ab!

Die Maske schützt andere vor dem Wahnsinn. Ich darf sie nicht abnehmen. Das Cappinfragment ...

Es kann mir keinen Schaden zufügen, bitte glaube mir.

Alaska zögerte. Den Ausschlag gab schließlich, dass er sich in seinen Gedanken auf diese Weise nicht mit dem Etui und seinem Inhalt befassen musste.

Ich nehme die Maske langsam herunter, Adagi Yaron. Sei vorsichtig, wenn du mich erblickst!

Er griff zum Hinterkopf, hob das Gummiband ein wenig an und löste die Maske vorsichtig von seinem Gesicht. Das Cappinfragment loderte und schleuderte Blitze, er sah sie in den metallen schimmernden Partien der Wand.

Ein faszinierender Anblick!, drangen die Gedanken des Lanterns auf ihn ein. Es ist ein Wesensrest! Woher hast du es? Wie gelangte es in deinen Besitz? Handelt es sich um eine Symbiose?

Viele Fragen auf einmal. Es braucht viel Zeit, sie zu beantworten.

Wisse, dass auch wir Lanterns Wesensreste sind, viel weniger als das, was wir einmal waren.

Auch das ist eine gute Geschichte, Adagi Yaron. Ich bin bereit, mit dir über das Cappinfragment zu sprechen, aber unter einer Bedingung.



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