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Hilfe für Ambriador (Band Nummer 2427)
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Hilfe für Ambriador (Band Nummer 2427)
von: Uwe Anton
Pabel-Moewig Verlag, 2008
 
Format: PDF, PDF
geeignet für: PC, MAC, Laptop Online-Lesen



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Leseprobe
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50 Seiten
Download: 1084 KB
ISBN: PR2427BOOK
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Leseprobe

6. Ambriador (S. 30-31)

19. Juli 1346 NGZ

»Kantiran ... Rhodan?«, fragte Administrator Anton Ismael zum dritten Mal. »Rhodan? Ja, eine gewisse Ähnlichkeit ist unverkennbar.«

»Mein Vater ist Perry Rhodan«, bestätigte der Halbarkonide. »Er ist zur Zeit ... verhindert, deshalb bin ich an seiner Stelle hierher aufgebrochen.«

»Ich verbürge mich für seine Identität, Sir«, warf Verteidigungsminister Wokong ein. »Die Beweise, die er mir vorgelegt hat, sind einwandfrei. Kantiran Rhodan und seine Begleiterin sind im Schutz der überlegenen Tarnvorrichtung ihres Raumschiffs ins Altera- System eingefl ogen und, von den Truppen TRAITORS unentdeckt, mitten im Festwerk gelandet. Sie haben den Kolonnenfunk abgehört, erfahren, dass ich auf eine Kolonnen- MASCHINE gebracht werden sollte, um dort verhört zu werden, und mich befreit ...«

Kantiran sah den Zweifel in Anton Ismaels Blick.

»Ich habe eine Grußbotschaft von jemandem dabei, der ... Ihnen aus den Geschichtsbüchern bekannt sein müsste.«

Es fi el ihm schwer, den Administrator nicht zu duzen; hier in Ambriador herrschten noch die Sitten, wie sie dem Vernehmen nach im guten alten Solaren Imperium gepfl egt worden waren.

Er aktivierte das Holo, und eine dreidimensionale, lebensgroße Darstellung von Reginald Bull erschien vor ihnen in der Zentrale der THEREME.

»Die Menschheit der Milchstraße hat ihre Brüder im Ambriador nicht vergessen«, sagte der andere Verteidigungsminister der Menschheit. »Wir alle sehen uns im Augenblick einer gewaltigen, schier unüberwindlichen Bedrohung ausgesetzt, die uns das Äußerste abfordert ...«

Der junge Rhodan beobachtete den Administrator, wie er mit wachsender Besorgnis der Botschaft lauschte. Anton Ismael war kein besonders großer oder kräftiger Mann, anscheinend ein freundlicher, humorvoller Kerl mit Geheimratsecken, Nasenschiefstand und einem hervorragenden Adamsapfel.

»In Kabinette zerlegen?«, fragte Ismael, nachdem Bull geendet hatte. »Die Terminale Kolonne TRAITOR will Altera in Scheiben schneiden und ei-nem ... einem Chaotender hinzufügen, was immer das sein mag?«

»So ungefähr ... Sir.« Kantiran fragte sich, wie viel er dem Administrator zumuten konnte. Sollte er ihm verraten, dass er Friedensfahrer war, von der Universalen Schneise und der Quartalen Kraft berichten? Von den Kosmokraten und Chaotarchen und der Negasphäre?

Irgendwann einmal, aber nicht jetzt. Um Anton Ismael in die Hintergründe einzuweihen, war eine Hypnoschulung erforderlich.

»Das Schicksal Alteras ist also besiegelt? Ganz gleich, wie wir uns verhalten, TRAITOR sieht uns als Ressource und wird das Imperium Altera auslöschen und sämtliche Alteraner töten?«

»Das zumindest dürften sie planen. Und genau deshalb sind wir hier«, sagte Kantiran. »Wir haben Mittel und Wege, das zu verhindern. Wir sind nicht gekommen, um Sie auf den Untergang vorzubereiten, sondern um diesen Untergang zu verhindern ... Sir.« »Und die Welten der Posbis und der Laren? Die Laren haben etwas vor. Ich vermute, sie wollen sich mit der Terminalen Kolonne gegen uns verbünden. Sie schlagen ihr einen Handel vor ...«

Kantiran bemühte sich, eine ernste Miene zu bewahren. »Sir ... TRAITOR verhandelt nicht. Weder Sie noch die Posbis oder Laren haben der Terminalen Kolonne irgendetwas anzubieten oder entgegenzusetzen. Ohne unsere Hilfe ist die Menschheit in Ambriador verloren ...«

Plötzlich bedauerte er Administrator Ismael. Andererseits war jeder Mensch überfordert, wenn er die Hintergründe der Existenz TRAITORS von einer Minute zur anderen akzeptieren und begreifen sollte.

»Was ist mit den Posbis? Können sie uns nicht helfen?« Zum ersten Mal mischte sich Verteidigungsminister Wokong in das Gespräch ein. Dem gedrungenen Alteraner mit dem kantigen Gesicht, den stahlgrauen Augen und dem struppigen kurzen Haar, der ihn irgendwie an Reginald Bull erinnerte, schien es ebenfalls schwerzufallen, sich mit den Gegebenheiten abzufi nden.

Niemand konnte sich damit abfi nden, dass seine Welt und alles Leben darauf bald vergehen würden. Kantiran dämmerte allmählich, worauf er sich mit dieser Mission eingelassen hatte.



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