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Nur keine Panik. Ängste verstehen und überwinden
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Nur keine Panik. Ängste verstehen und überwinden
von: Stefan Leidig, Ingrid Glomp
Kösel-Verlag, 2003
 
Format: PDF, PDF
geeignet für: PC, MAC, Laptop Online-Lesen



Preis:      14,95  

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185 Seiten
Download: 399 KB
ISBN: 3466306140
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Leseprobe

Die sechs Formen der Angst (S. 54-55)

Die Panikstörung

Bei der Panikstörung leiden die Betroffenen darunter, dass sie plötzlich Angstanfälle bekommen, ohne dass eine tatsächliche Gefahr besteht. Die Panikstörung ist eine Bereitstellungsreaktion aus heiterem Himmel, die die Betroffenen als extreme Bedrohung ihrer Gesundheit erleben.

Etwa ein bis vier Prozent der Bevölkerung erkranken irgendwann im Leben an solch einer Störung. Das Alter, in dem das geschieht, ist sehr unterschiedlich; häufig ist der Betreffende jedoch zwischen zwanzig und Mitte dreißig. Die Angst ist meist verbunden mit Gedanken an den unmittelbar bevorstehenden Tod oder der Vorstellung, verrückt zu werden.

Körperlich können sich bei der Panikstörung Atemnot, Engegefühle in der Brust, Herzrasen oder -stolpern, Zittern, Schweißausbrüche, Taubheits- und Kribbelempfinden, Übelkeit und andere Beschwerden einstellen.

Die Agoraphobie

Unter Agoraphobie (Furcht vor öffentlichen Plätzen) versteht das DSM-IV die Angst vor bestimmten Situationen oder Orten. Diese Angst ist so groß, dass die Betroffenen alles tun, um sich nicht der erwarteten Bedrohung aussetzen zu müssen. Solche Orte oder Situationen sind in der Regel Menschenmengen, große Plätze, enge Räume, Fahrzeuge, Brücken und Kaufhäuser, alles Gegebenheiten, in denen man sich hilflos, verlassen, alleine oder ausgeliefert fühlen kann. Meist fürchten sich Menschen mit Agoraphobie davor, in Panik zu geraten oder ohn mächtig zu werden und nicht rechtzeitig aus der Situation entkommen zu können.

Die Vermeidung dieser Orte und Situationen um jeden Preis kann so schwerwiegend sein, dass der Patient an seine Wohnung gefesselt ist, unfähig, das Haus ohne Begleitung zu verlassen. Häufig beginnt die Agoraphobie mit einem überraschenden Panikanfall an einem öffentlichen Ort.

Werden in der Folgezeit durch typische Situationen weiterhin Panikattacken ausgelöst, nennt man das Leiden »Panikstörung mit Agoraphobie«. Im Unterschied zur reinen Agoraphobie werden dabei Orte und Situationen speziell aus Furcht vor einer Panikattacke vermieden.

Die Soziale Phobie

Während der Agoraphobiker an der Furcht vor und der Vermeidung von öffentlichen Orten oder Situationen zu erkennen ist, fürchtet sich der Sozialphobiker vor dem Zusammensein mit Menschen. Er befürchtet, vor anderen zu versagen oder sich lächerlich und klein zu fühlen. Patienten, die unter einer Sozialen Phobie leiden, vermeiden es, im Beisein anderer zu essen und zu erzählen. Verabredungen, Partys oder gar der Verpflichtung, Reden zu halten, weichen sie mit aller Kraft aus.



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