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Die Teletrans-Weiche (Band Nummer 2436)
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Die Teletrans-Weiche (Band Nummer 2436)
von: Uwe Anton
Pabel-Moewig Verlag, 2008
 
Format: PDF, EPUB, PDF
geeignet für: PC, MAC, Laptop  Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9, Bookeen CyBook Opus, COOL-ER eReader, Hanvon N518, Inves-Book 600, Sony Reader PRS-300, Sony Reader PRS-505, -600, -700 Online-Lesen



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Inhaltsverzeichnis
Leseprobe
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51 Seiten
Download: 666 KB
ISBN: PR2436BOOK
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Leseprobe

8. 20.41 Uhr (S. 40)

»Wir können nicht das Geringste für ihn tun, Fran.« Der Mediker mus terte Reginald Bulls Leibwächterin und Ehefrau eindringlich. »Wir können nur hoffen, dass er wieder zu sich kommt, sobald wir unser Ziel erreichen.«

Dr. Carapol fragte sich, ob die attraktive Rothaarige sich tatsächlich als so stabil erweisen würde, wie sie sich immer gab. Oder ob man nicht besser ein paar Ertruser, Oxtorner oder gar Haluter angefordert hätte, um den Verteidigungsminister auf diesem Flug zu schützen.

Er war Wissenschaftler, aber auch Mensch. Er wusste genau, was Fran Imith nun dachte.

Was, wenn die schlimmste Möglichkeit überhaupt eingetreten ist? Wenn die Teletrans- Weiche nicht nur Hyperkristalle vernichtet, sondern auch auf den Zellaktivatorchip in Bulls Schulter schädigende Auswirkungen hat? Schließlich hatte Lotho Keraete ja behauptet, dass der Transfer auch für ihn nicht unproblematisch war. Aber hätte der Bote von ES sie in diesem Fall nicht gewarnt? Konnte der Superintelligenz tatsächlich daran liegen, dass Reginald Bull auf so eine lächerliche, überfl üssige Art und Weise starb?

»Alles hat seine Zeit, Fran«, sagte er. »Weinen hat seine Zeit, Lachen hat seine Zeit, und Reginald wird schneller wieder lachen, als du ...«

Er hielt inne. Draußen hinter der Schleuse und auf den Bildschirmen war unvermittelt ein überwältigendes Gleißen zu sehen.

Sterne!

Der Verband der SKARABÄEN tauchte aus der Teletrans-Weiche wieder in freies All.

Und in diesem Moment geschah, worauf Baldwin Carapol seit Antritt der Reise gewartet, was er befürchtet hatte.

Die Strangeness-Keule schlug zu.

Mit einer nicht unbeträchtlichen Wucht, nicht ganz so »mild«, wie Lotho Keraete es vorhergesagt hatte.

*

Carapol blieb bei Bewusstsein, doch gleichzeitig wusste er, dass er nicht handlungsfähig war, und das machte ihm gewaltig zu schaffen.

Er war desorientiert ... und müde. Rechts von ihm befand sich die Konsole, die er unbedingt erreichen muss te, um zu überprüfen, welche Systeme noch funktionierten und welche ausgefallen, hoffnungslos zerstört waren. Doch wo war rechts? Da, wo der Daumen links ist, dachte er mit einem Anfl ug hilfl osen Galgenhumors. Hatte sein Körper wieder Masse, oder schwebte er über seinem Sitz? Wieso über seinem Sitz? Hatte er nicht neben Reginald Bull gestanden, als der Strangeness-Schock einsetzte?

Wäre ich doch ein Hauri, dachte er. Würde mein Körper doch die Produktion von Strangeness-Globulin anregen und in Wechselwirkung damit mich immunisieren können. Er war Mensch, aber auch Wissenschaftler. Immerhin behielt er genügend Übersicht, um zu wissen, dass Aktionismus jetzt nichts brachte. Was sollte er auch unternehmen? Er fand doch noch nicht einmal den Weg zur Hauptkonsole. Er hätte nur dem Schlag seines Herzens folgen müssen, um die richtige Richtung zu fi nden, aber er war so müde ... so müde ...

Und in den anderen SKARABÄEN würde es wahrscheinlich genauso aussehen, und jeder Kontakt mit den Kombos dürfte sowieso noch unmöglich sein und sowieso sinnlos, solange sie alle durch die Strangeness beeinträchtigt waren ...

unserer SERUNS, auch die Lebenserhaltungssysteme, die Luft, Wärme und Batteriestrom liefern, sind absolute Lowtech-Produkte, die nicht von Hyperkristallen abhängen. Und sowieso, Reginald Bull liegt noch immer in tiefer Ohnmacht im Sessel, und er ist unser Expeditionsleiter. Er muss entscheiden, was geschehen soll. Wer bin ich denn, dass ich die Geschicke der Menschheit in meine Hände nehme?

Ein bisschen Geduld.

Nur noch drei Stunden.

Drei Stunden verstreichen schneller, als du glaubst, vor allem, wenn du nur Unsinn denkst, weil du so müde bist ... und orientierungslos ...

Nur noch drei Stunden ...



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