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Die Nega-Cypron (Band Nummer 2435)
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Die Nega-Cypron (Band Nummer 2435)
von: Michael Marcus Thurner
Pabel-Moewig Verlag, 2008
 
Format: PDF, PDF
geeignet für: PC, MAC, Laptop Online-Lesen



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Kapitelübersicht
Kurzinformation
Inhaltsverzeichnis
Leseprobe
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49 Seiten
Download: 645 KB
ISBN: PR2435BOOK
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Leseprobe

4. 30. Dezember Alaska Saedelaere (S. 13)

Er starrte auf die kahle Wand seiner Kabine. Sie spiegelte das Funkeln der Energieentladungen hinter seiner Gesichtsmaske. Geisterhafte Formen, unberechenbar, unbestimmbar, ungelenk wie er selbst.

Drei Wochen waren vergangen, in denen er sich kaum einmal aus dieser sicheren Höhle gewagt hatte.

Er hätte diese Reise nicht mitmachen sollen. Er nicht und nicht dieses ... Ding. Das Cappin-Fragment.

Er wusste nicht, ob es mit jenem identisch war, das einst Testare gewesen war, oder nur eine Imitation, ein Duplikat oder eine andere Version. Fest stand, dass es nicht Testare war, nicht mehr oder noch nicht, und dass jeder Versuch, es mental zu kontaktieren, fehlschlug. Es saß in seinem Gesicht wie ein eifersüchtiges, bösartiges Raubtier, das jeden tötete, der es in Augenschein nehmen wollte.

Es machte ihn zu einem Fremden.

Es gab 3500 Gründe, aus denen sich Alaska Saedelaere an Bord der JULES VERNE fremd fühlte. Es gab 3500 Besatzungsmitglieder. Nicht einmal Mondra schaffte es, ihn nicht zu fürchten, ihn und das Cappin-Fragment. Nicht einmal Icho Tolot konnte seinen Argwohn überspielen, den er dem Maskenträger gegenüber empfand. Umso mehr die anderen, die, die ihn nicht kannten. Für sie war er in erster Linie ein Freak. Als Unsterblicher stand er ohnehin in Distanz zu ihnen und als Friedensfahrer noch mehr, denn diese Organisation war zwar mit Terra verbündet, aber nicht deckungsgleich. Manch einer zeigte ihm deutlich: Du hast gewählt, also lebe damit.

Alaska drehte sich zur Seite, sodass das Irrlichtern seiner Maske auf den Schrank fi el. Auf den einen Schrank, hinter dem sich etwas verbarg, was hier nichts zu suchen hatte. Der Vektor-Helm.

Geschützt in seinem Etui.

Er wusste, dass es dazu diente, sich zu orientieren, wo andere Orientierung versagte. Und er wusste, dass es nur einen Teil der Nachtlicht-Rüstung ausmachte.

Er wusste nicht, auf welcher Technologie das alles basierte. Er kannte die Nebenwirkungen nicht, die auftreten mochten, und er wusste nicht, ob der Helm ein Danaergeschenk war oder nicht.

Denn womöglich existierte ein und derselbe Helm in dieser Zeit zweimal. Irgendwo in Phariske-Erigon, gefl üchtet vor den Dieben der LAOMARK und hier, in seiner Kabine, aus der Zukunft mitgebracht.

Und damit bestand die Gefahr eines Zeitparadoxons, sollten sich die beiden Helme je begegnen.

Niemand vermochte zu sagen, was dann geschähe.

Alaska hatte beschlossen, dass der Helm diese Kabine unter keinen Umständen verlassen durfte. An diesem Ort konnte er keinen Schaden anrichten.

Warum aber war er dann überhaupt an Bord? Wieso hatte er ihn mitgenommen in die tiefe Vergangenheit?

Oder hatte der Vektor-Helm ihn hierher befohlen?



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