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Vor der Finalen Schlacht: Tarquinas Untergang steht bevor – die Flotte der Feiglinge bricht auf (Band Nummer 2444)
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Vor der Finalen Schlacht: Tarquinas Untergang steht bevor – die Flotte der Feiglinge bricht auf (Band Nummer 2444)
von: Michael Marcus Thurner
Pabel-Moewig Verlag, 2008
 
Format: PDF, PDF
geeignet für: PC, MAC, Laptop Online-Lesen



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Kapitelübersicht
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Inhaltsverzeichnis
Leseprobe
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49 Seiten
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ISBN: PR2444BOOK
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Leseprobe

5. Ki-Myo (S. 14-15)

Er hielt sich tunlichst zurück, während sich die Schlacht zwischen den Cypron- Schlachtschiffen und den Traitanks entwickelte. Sehr zum Leidwesen von KM-1004. Sein militärischer Ratgeber zeigte Anzeichen der ihm eigenen – maschinellen – Nervosität. Der Diskuskörper schwebte unruhig auf und nieder, manchmal kippte er auch über die Seite hin ab, als würde er das Körpergleichgewicht verlieren.

»Kein Wort!«, befahl Ki-Myo, noch bevor der Roboter in einem seiner mitunter nervigen Redeschwalle taktische Empfehlungen abgeben konnte. »Wir verlassen uns darauf, dass die Cypron mit der Situation fertig werden.«

»Genau«, pfl ichtete ihm KM-1x besserwisserisch bei. »Wir tun besser daran, die Selbstheilung der PLURAPH abzuwarten.« Der weitaus größere der beiden Roboter klopfte mit zweien seiner sechs Stelzenbeine auf den Boden. Er schien wie immer ... Lebensenergie aus der Kabbelei mit seinem maschinellen Kollegen zu ziehen.

KM-1004 stabilisierte den Körper. Der Milchglaseffekt rings um die Kante des Diskus nahm ein wenig an Intensität zu. Hinter dem diffusen Schutzbereich befanden sich die Waffensysteme des Roboters.

Ki-Myo kümmerte sich nicht weiter um seine beiden Begleiter. Eigentlich sollten sie ihn unterstützen und Halt geben. Doch gerade in Krisensituationen leisteten sie nicht immer das, was er von ihnen benötigte.

Er kümmerte sich um die Auswertung. Auf den Bildschirmen erschienen karg aufbereitete Analysen des im Weltall tobenden Kampfes. Ab und zu blieben Ki-Myos Blicke am betont einfach gehaltenen Zahlwerk hängen, das den Reparaturstatus der PLURAPH dokumentierte. Die Beschädigungen waren beträchtlich. Die Verfolger hatten dem Schiff ordentlich zugesetzt und die Selbstheilungskräfte der Ph’akutu einer Nagelprobe unterzogen. Ki-Myos Nervosität hielt sich in Grenzen. Er hatte derartige Situationen zu oft erlebt. Seine Sinne waren abgestumpft. Tiefer gehende Emotionen hatten kaum Platz, während er im Auftrag ARCHETIMS tätig war.

Er schüttelte seine Beine aus. Sie schmerzten, und er fühlte sich müde. Allmählich gewannen die Cypron die Oberhand. So, wie er es gehofft hatte. Nahe der Halbraumwelt boten sie nur die Besten ihres Volkes auf.

Sie hatten einen Verbündeten bei sich. In den wenigen Funksprüchen zwischen den ungefähr 40 Einheiten wurde nicht näher auf das Hantelschiff eingegangen; andererseits bewegten sich die Cypron-Schiffe auf eine Art und Weise, die er niemals zuvor kennengelernt hatte. Als erhielten sie ihre Anweisungen von einem Außenstehenden, der in eben diesem seltsamen Raumer Dienst tat.

Es kümmerte ihn nicht. Die Cypron, wichtige Helfer ARCHETIMS, erweckten biswei- len den Eindruck der Verschlossenheit, aber im Kampf waren sie wertvolle Helfer, erbarmungslose Krieger. Sie besaßen eine Vielzahl an Tugenden. Wo auch immer es ging, unterstützten sie jene, die selbst zu schwach waren, um sich gegen die Terminale Kolonne zur Wehr zu setzen.

Ki-Myo ging um die sechs Sitze im Zentrum der kreisrunden Zentrale. KM-1004 blieb stets an seiner linken Seite. Er selbst hatte dies angeordnet vor ... vor ... vor wie vielen Jahren? Er wusste es nicht mehr.

Der Bote war eitel genug, um zu wissen, dass ihm in dieser fi nalen Auseinandersetzung, deren Gegenstand die Galaxis Tare-Scharm war, eine entscheidende Rolle zukam. Er durfte nicht vor seiner Zeit sterben. Er hatte wichtige Botschaften zu überbringen. Botschaften, nicht Kommentare.

Bald würde er sagen, was zu sagen war.

Die Schlacht kippte endgültig zugunsten der Cypron. Ihr Sieg war eine besiegelte Sache. Ki-Myo fühlte grimmige Befriedigung. Zu oft hatte er Niederlagen bis zum bitteren Ende mit ansehen müssen. Mit dem Gefühl ohnmächtiger Wut im Magen; stets darauf bedacht, die Handlungsweisen TRAITORS zu analysieren, ihre Stärken und Schwächen in der Schlacht auszufi ltern, um die derart gewonnenen Kenntnisse irgendwann einmal anwenden zu können.

Ki-Myo war stets der Letzte gewesen, der vor dem Unabwendbaren gefl ohen war. Die Überlebenden mancher Völker hatten ihm in ihrem Zorn wenig vorteilhafte Beinamen wie »Totengräber« oder »Aasfresser« gegeben.

In ihrem Zorn?

Ki-Myo wandte sich KM-1x zu und bedeutete ihm, das Kopfhologramm zu aktivieren.



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