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Warten auf Xrayn Einsatz für Generalin Kamuko – die Stunde der Mutanten (Band Nummer 2447)
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Warten auf Xrayn Einsatz für Generalin Kamuko – die Stunde der Mutanten (Band Nummer 2447)
von: Uwe Anton
Pabel-Moewig Verlag, 2008
 
Format: PDF, EPUB, PDF
geeignet für: PC, MAC, Laptop  Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9, Bookeen CyBook Opus, COOL-ER eReader, Hanvon N518, Inves-Book 600, Sony Reader PRS-300, Sony Reader PRS-505, -600, -700 Online-Lesen



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Kapitelübersicht
Kurzinformation
Inhaltsverzeichnis
Leseprobe
Blick ins Buch
Fragen zum eBook?
48 Seiten
Download: 1200 KB
ISBN: PR2447BOOK
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Leseprobe

3. (S. 13-14)

Der Schmerz war allgegenwärtig. Er hatte keinen Anfang und kein Ende. Aber er war nicht gleichförmig, denn dann wäre sie irgendwann abgestumpft und hätte ihn vielleicht besser ertragen können. Die Kerkermeister und Folterknechte verstanden es mit beeindru- ckender Virtuosität, immer neue Akzente zu setzen, neue Höhepunkte, von denen jeder in seiner Intensität den vorherigen übertraf, sodass eine ständige Steigerung erfolgte. Immer, wenn sie glaubte, die Pein könne nicht noch schlimmer werden, belehrte man sie eines Besseren.

Generalin Kamuko hatte jedes Zeitgefühl eingebüßt. Sie wusste kaum mehr, dass sie sich in der Neganen Stadt befand, nur der Ort, an dem sie sich befand, spielte noch eine Rolle und beherrschte ihre Gedanken: Den Worten des Wachpersonals zufolge nannte man ihn den Neganen Kerker.

Wie lange war es her, dass man sie in ihre Zelle geschleppt hatte? Tage, Wochen, Monate, Jahre?

Sie erinnerte sich, wie am ersten Tag ihrer Haft ein Assomga zu ihr gekommen war und sich durchaus freundlich mit ihr unterhalten hatte.

Die Generalin hatte dieses Wesen, das sich ihr nicht namentlich vorgestellt hatte, auf Anhieb nicht gemocht. Nicht nur, dass es sich bei ihm um einen Feind handelte, dem sie nahezu wehrlos ausgeliefert war; es lag an etwas anderem. Der Assomga wirkte auf den ersten Blick beinahe humanoid, war in Wahrheit jedoch ein reptiloides Wesen, wie sie schnell durchschaut hatte. Sein Gesicht war fl ach und fi ligran, Mund und Kiefer wirkten klein, fast schon kraftlos, nur für kleine Mengen Nahrung geeignet. Sie fühlte sich schon rein optisch von ihm abgestoßen.

Als sie dann seinen Einfl üsterungen widerstand, die ihr als Lohn für die Preisgabe von Wissen die Freiheit in Aussicht stellten, verlor er kurz die Beherrschung. Er riss seinen Kiefer so weit auseinander, dass er ihn dazu aushängen und erstaunlich dehnen musste, als wolle er sie verschlingen. Das erinnerte sie an Schlangen, wie die Evolution sie auf vielen Welten geschaffen hatte. Sein Schuppenpanzer verstärkte diesen Eindruck noch, eine weiche, fein gemaserte, dunkelgraue und ausgesprochen zähe Haut, wie sie erkannte, als er sich zu ihr vorbeugte, sie packte und zu sich heranzog, bis seine Zähne nur eine Wimpernbreite von ihren Augen entfernt waren.

Da hatte sie wahrhaft begonnen, sich zu fürchten.

Der Assomga verschwand nach dieser offensichtlichen Drohung wortlos und kehrte nicht wieder. Man brachte sie in ihre Zelle zurück und ließ sie dort einen Tag lang warten, ohne Nahrung, nur mit ein wenig Wasser.

Etwa einen Tag später kam ein anderer Assomga in ihre Zelle, stellte sich als Gremsa vor und stellte ihr dieselben Fragen wie der erste. Als sie sie nicht beantwortete, nickte er nur und befahl ihr, sich nackt auszuziehen.

Als sie sich weigerte, betraten zwei weitere Reptiloiden die Zelle, entkleideten sie trotz heftiger Gegenwehr und fesselten ihre Hand- und Fußgelenke mit eng sitzenden energetischen Bändern, die ihr tief in die Haut schnitten.



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