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Sieg der Moral: Perry Rhodan macht eine Entdeckung – die Karten werden neu gemischt (Band Nummer 2455)
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Sieg der Moral: Perry Rhodan macht eine Entdeckung – die Karten werden neu gemischt (Band Nummer 2455)
von: Uwe Anton
Pabel-Moewig Verlag, 2008
 
Format: PDF, EPUB
geeignet für: PC, MAC, Laptop  Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9, Bookeen CyBook Opus, COOL-ER eReader, Hanvon N518, Inves-Book 600, Sony Reader PRS-300, Sony Reader PRS-505, -600, -700



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Inhaltsverzeichnis
Leseprobe
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56 Seiten
Download: 1021 KB
ISBN: PR2455BOOK
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Leseprobe

2. AMUS Bericht (S. 15-16)

Meine Entstehung liegt viele galaktische Zeitalter zurück. Es war jene Ära, als das hochstehende Volk der Amugath seine Blüte erreichte. Wir waren eine Spezies von Wasserstoff- Methan-Atmern auf dem Höhepunkt unserer Macht, eine von vielen Arten, die damals die Vorherrschaft im bekannten Universum innehatten.

Doch die Ära der Wasserstoff-Methan-Atmer ging zu Ende, und wir Amugath erreichten niemals jene Stufe der Evolution, die den Übergang zur positiven Superintelligenz markiert hätte. Damit teilten wir das Schicksal vieler anderer Völker jener Epoche. Dennoch schlugen wir schließlich den Weg der Vergeistigung ein.

Ich möchte dich hier nicht mit unwichtigen Details oder den Grundlagen des Zwiebelschalenmodells aufhalten; unsere Geschichte ist im Prinzip die vieler anderer Völker und unterscheidet sich höchstens in Nebensächlichkeiten von der ihren, wenn man die kosmischen Entwicklungslinien kennt.

Wir Amugath wurden zu dem Kondensat AMU.

Doch wir gaben unsere Körperlichkeit nicht völlig auf. Wir bildeten einen psimateriellen Korpus, der unsere Wesenheit repräsentierte und die als unser Avatar tätig werden konnte.

Wir hatten keine Aufgabe. Wir spielten keine Rolle in der ewigen Auseinandersetzung zwischen den Mächten der Ordnung und des Chaos. Keine der beiden Seiten warb um uns ... um mich. Es dauerte Jahrhunderttausende, bis wir uns nicht mehr als vergeistigte Amugath empfanden, sondern als eine einzige Entität.

Nun ja, vielleicht waren wir nicht bedeutungsvoll genug, oder die Hohen Mächte waren so verstrickt in ihre Aktivitäten, dass sie uns einfach nicht bemerkten. Ich habe es nie erfahren.

Ich zog mit dem letzten Raumschiff der Amugath in den Kosmos hinaus, mit der obeliskförmigen Einheit GAHISH, dem technologischen Vermächtnis meines Volkes.

Meine Odyssee dauerte Jahrmillionen. Ich weiß nicht mehr, was ich mir von dieser Reise erhoffte. Vielleicht die Begegnung mit einem Schicksalsgenossen, mit dem ich mich vereinigen konnte, um letztlich doch ein Instrument im Konzert der Hohen Mächte zu werden? Aber wann immer ich einmal Kontakt zu anderen Wesen aufnahm, standen sie in der Evolution tief unter mir. Ich griff nur selten in ihre Geschicke ein, und wenn, dann ausschließlich, um in einem moralisch guten Sinn tätig zu werden – im Sinne der Kosmokraten. Irgendwann während dieser ziellosen Reise kam es zu der ersten der beiden Katastrophen, die meine weitere Exis tenz nun bestimmen sollten. Ich wurde Zeuge des sogenannten Refaktiven Sprungs.

*

Aus scheinbar sicherer Distanz verfolgte ich ein geheimnisvolles Ritual, das am Ereignishorizont eines gigantischen Schwarzen Lochs im Zentrum einer Galaxis abgehalten wurde.

Tief im Innern von dessen Akkretionsscheibe tanzten eine Unmenge von Wesen, deren Natur ich nicht erkennen konnte, ein irrwitziges Ballett. Offenkundig angezogen von einer Strahlungsquelle unterhalb des Ereignishorizonts schossen sie schneller, als selbst ich es verfolgen konnte, hin und her, auf und ab, nach rechts und links. Etwa 100.000 dieser Wesen hatten sich eingefunden, Quanten der Finsternis, wie ich später mit grausamer Konsequenz erfahren sollte, zerrissene, gequälte Geschöpfe, die nicht aus diesem Universum stammten und hier nur unter unsäglichen Schmerzen existieren konnten. Am Ende dieses Refaktiven Sprungs sollte ein einziges Quant von seinem Leiden erlöst werden.

Unerfahren, wie ich damals war, erwies sich die Sicherheit der Entfernung zum Ort des Geschehens als trügerisch. Eines der Quanten verließ plötzlich das Ballett und geriet zufällig, wie ich bis heute glauben möchte, in die Nähe der GAHISH. Augenblicklich kam es zu einer paranormalen Reaktion, die das Quant und mich miteinander verschmelzen ließ.

Was ich seit Jahrmillionen ersehnt hatte, trat ein, allerdings mit ganz anderem Ausgang, als ich es erwartet und erhofft hatte.

Ich verlor das Bewusstsein.



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