4. (S. 28-29)
Drei Tage später betätigte ich zum ers-ten Mal den Sensor, der die Kopfbewegungen Yrendirs zu meinen in einen bestimmten Folgerhythmus versetzte, ganz ähnlich wie bei einer Verschmelzung im Singulären Intellekt. Ich musterte den schräg in der Landschaft stehenden Yrendir.
»Wie geht es dir?«
Die Mikropositronik im Innern des Anzugs fuhr die passende Sequenz ab. Yrendir öffnete leicht den Mund. Gelber Speichel floss zwischen den Zähnen hervor. Der Mor’Daer gab ein Grunzen von sich. Ich sah, wie seine Zunge zwischen den scharfen Raubtierzähnen hin und her wischte.
»Groarrr-Ssssss«, machte Yrendir. Mehr zu sagen, war er nicht in der Lage. »Es funktioniert«, rief Deminor Kant begeistert. »Ich denke, mit dreißig Presets kommen wir aus.«
»Sikkor ist Ganschkare«, gab ich zu bedenken. »Er wird wissenschaftliches Interesse am Zustand Yrendirs zeigen. Der Mor’Daer muss in irgendeiner Weise darauf reagieren. Sikkor darf erst gar nicht auf die Idee kommen, sich mit seinem Zustand zu befassen.« »Das habe ich bisher nicht bedacht«, gestand der Swoon ein. »Ich werde das sofort veranlassen.«
Seinem Blick, mit dem er an der Montur des Exoskeletts entlangstrich, entnahm ich, was jetzt kommen würde.
»Zieh ihn an, Roi Danton! Er ist jetzt viel bequemer und zieht sich erst zusammen, wenn du vollständig eingestiegen bist. Wir haben zusätzliche Dehnungsstrukturen eingebaut, ohne das Material verändern zu müssen.«
Statt des Kleiderständers stand mir dieses Mal eine komfortable Haushaltsleiter zur Verfügung. Sie ähnelte verblüffend der, von der meine Mutter einst gefallen und in den Armen eines Leibwächters gelandet war. Damals hatte ich mich geschüttelt vor Lachen, ohne die Gefahr zu erkennen, die bei einem solchen Sturz drohte. Wie alt war ich gewesen? Sechs? Sieben?
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