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Das Falschschreib-Spiel fonetix © - Wir schreiben ohne Regeln frei nach Gehör
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Das Falschschreib-Spiel fonetix © - Wir schreiben ohne Regeln frei nach Gehör
von: Vera F. Birkenbihl, Jan Müller
Jan Müller, 2006
 
Format: PDF, PDF
geeignet für: PC, MAC, Laptop Online-Lesen



Preis:      10,00  

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Kapitelübersicht
Kurzinformation
Inhaltsverzeichnis
Leseprobe
Blick ins Buch
Fragen zum eBook?
169 Seiten
Download: 947 KB
ISBN: BIRK000113
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Leseprobe

Das Falschschreib-Spiel fonetix© (S. 20-21)

Jedes Jahr von neuem lernen die ABC-Schützen in der ersten Klasse die Grundidee des ABCs kennen: Unsere Schriftzeichen zeigen nicht die Bedeutung der Wörter, sondern deren Klang. Um diese Grundidee zu begreifen und umzusetzen, dürfen Schulkinder, die nach Jürgen Reichens Methode das „Lesen durch Schreiben" lernen, zunächst das Lautbild der Wörter ganz nach eigenem Gutdünken schreiben. Englische ABC-Schützen lernen zu diesem Zweck sogar ein besonderes Anfänger-ABC mit eigenen Buchstaben, die erst später durch die komplizierte englische Rechtschreibung ersetzt werden. Dadurch lernen sie genau hinzuhören und Laut für Laut in Schrift umzusetzen. Das ermöglicht ihnen die ungetrübte Freude des Schreibens nach Gehör, damit sie das Grundprinzip der alphabetischen Schreibweise verstehen und verinnerlichen können.

Sobald sie aber die ersten fremden Texte entziffern, fragen sie sich ganz automatisch, warum diese anders geschrieben werden als erwartet. In diesem Stadium des Lesenlernens brauchen sie möglichst klare und kindgerechte Antworten auf dieses „Warum", damit sie die Vorteile unserer Rechtschreibung verstehen und sich an das Schriftbild der Erwachsenen gewöhnen können. Einen kindgerechten Ansatz zur Erklärung der Rechtschreibprinzipien bietet der Schulpsychologe Norbert Sommer-Stumpenhorst auf seiner sehr empfehlenswerten Homepage zur Rechtschreibwerkstatt http://www.rechtschreib-werkstatt.de/.

Die meisten Erwachsenen glauben allerdings, daß wir im Deutschen sowieso schreiben wie man spricht. Die Unterschiede zwischen Klang und Schriftbild, die beim Schreibenlernen so viel Zweifel und Verwirrung stiften, werden Ihnen erst durch das FALSCHSCHREIB-SPIEL richtig bewußt. Betrachten wir dazu als erstes einen Text, der jedem bekannt sein dürfte: das Vaterunser. Anschließend finden Sie ein buntes Gemisch von Texten, Lustiges, Besinnliches, Poetisches, aus denen Sie sich herauspicken können, was Ihnen besonders zusagt.

Zwölf Fragen zum Schreiben nach Gehör

Um den Unterschied zwischen Rechtschreibung und Schreiben nach Gehör besser zu verstehen, gehen wir einmal Zeile für Zeile durch das Vaterunser. Wir wollen dabei allerdings keine neuen Regeln aufstellen, sondern nur das Ohr für das genaue Hinhören schärfen. Die Aussprache unterliegt ja mundartlichen Schwankungen und variiert von Gegend zu Gegend. Wir geben hier die Aussprache wieder, die im Duden Band 6, dem Aussprachewörterbuch, als „Standardlautung" beschrieben wird. Das heißt aber nicht, daß Sie genauso schreiben müssen wie wir.

Es kann durchaus sein, daß Sie gewohnt sind, manche Wörter anders auszusprechen. Im ersten Teil haben wir die Texte Zeile für Zeile in Rechtschreibung und nach Gehör untereinander gestellt. Durch Vergleichen beider Zeilen sehen Sie sofort den Unterschied. Im zweiten Teil finden Sie alle Texte nur in Rechtschreibung, mit einer freien Zeile darunter, in die Sie den Text selber nach Gehör schreiben können. Im dritten Teil finden Sie alle Texte nur nach Gehör geschrieben, damit in die Zeile darunter der Text in Rechtschreibung geschrieben werden kann. Im Anschluß daran finden Sie einen Text in vereinfachter Lautschrift und schließlich das Vaterunser im Internationalen Phonetischen Alphabet (IPA), der Lautschrift, die auch im Ausspracheduden verwendet wird.



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