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Enterprise Architekturen
von: Adam Bien
entwickler.press, 2006
 
Format: PDF, PDF
geeignet für: PC, MAC, Laptop Online-Lesen



Preis:      29,00  

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Leseprobe
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232 Seiten
Download: 3335 KB
ISBN: 393504299X
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Leseprobe

"3 Die Rolle des Designers (S. 95-96)

„Sweet child in time you'll see the line.
The line that's drawn between the good and the bad.""
Deep Purple
Die Rolle des Designers in einem Projekt lässt sich klar definieren: Seine Aufgabe ist die Umsetzung der Visionen des Architekten. Auch erfordert diese noch mehr Pragmatismus, denn der Designer ist deutlich näher am Code bzw. an den Entwicklern. Eigentlich müsste die Überschrift „Die Rolle der Designer-Rolle"" heißen, da es sich bei dem Architekten und dem Designer nicht unbedingt um unterschiedliche Personen handeln muss. Die Trennung dieser Rollen ist in der Praxis dennoch hilfreich, denn das Auseinanderhalten der Vision von der Umsetzung der Vorgaben fördert die Erstellung von technologieneutralen Modellen.

Vor der Realisierung der Technik steht zunächst eine Auseinandersetzung mit der Fachlichkeit: Nach der Partitionierung des Modells und dem Entwurf der Komponenten gilt es sowohl die Beziehungen zwischen den einzelnen Komponenten (Public View) als auch die „Innereien"" der Komponenten (Private View) zu realisieren. Das noch technologiefreie Modell muss vom Designer bestmöglich mit den zur Verfügung stehenden Mitteln realisiert werden. Theoretisch stehen zu diesem Zweck alle verfügbaren Frameworks, Technologien und Sprachen zur Verfügung. In der Praxis ist die Auswahl aber bereits aufgrund von strategischen oder politischen Vorgaben begrenzt – sodass der Designer aus den verbliebenen Optionen seine Wahl treffen muss. Weitere Einschränkungen gibt es meist noch im Form von Vorgaben des MADs. Im Idealfall wird das Mapping vollständig durch das MAD aufgelöst, sodass an dieser Stelle nichts mehr getan werden muss.

Der Designer arbeitet als Dienstleister für die Entwickler: Seine Hauptaufgabe ist die Erkennung und frühzeitige Lösung der Probleme und die aktive Mitarbeit (d. h. Kodierung) im Projekt. Damit diese Zusammenarbeit funktioniert, muss der Designer zunächst die Vorgaben und die Vision(en) des Architekten verstehen, um sie anschließend zu verfeinern.

3.1 Abnahme der Architektur

Das PAD, das zugehörige Modell und ein eventuell existierendes Proof Of Concept werden an den Designer bereits nach der Initialerstellung übergeben. In der Praxis sollten diese jedoch nicht nach dem Wasserfall-Modell, sondern vielmehr iterativ und gemeinsam erarbeitet worden sein. Denn je enger die beiden Rollen zusammenarbeiten, desto problemloser wird sich der Wechsel gestalten. In dieser Projektphase sollte es also keine Überraschungen mehr geben. Dennoch stellt die Übernahme der Arbeit des Architekten einen wichtigen Schritt dar: Die Dokumentation und das Modell werden nun weiter vom Designer und auch von den Entwicklern gepflegt.

Falls es begründete Kritik geben sollte, muss dem Designer auf jeden Fall das Recht eingeräumt werden, die Übernahme des Arbeitspakets zu verweigern. Dann ist es die Aufgabe des Architekten, die Probleme nachzubessern – denn seine Rolle ist die eines Dienstleisters für den Designer. Werden beide Rollen allerdings von der gleichen Person übernommen, entfällt eine formale Übergabe."



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