"3 Schnell, schnell – Wikis (S. 45-46)
3.1 Wikidemie 47
3.2 Mitarbeiter gesucht 50
3.3 Im Land der Klone 52
3.4 Mehr als nur eine Enzyklopädie 55
3.5 Kopierrecht 58
3.6 Nichts als die Wahrheit 61
3.7 Zukunftsaussichten 65
Schnell sollte es gehen und schnell ging es dann auch. Binnen fünf Jahren zählte Wikipedia1 zu den Top 20 der Websites weltweit2. Die Benutzer der Wikipedia sind auch ihre eigentlichen Erfolgsmacher, denn sie haben die freie Online-Enzyklopädie mit Leben gefüllt, genauer gesagt, mit 1.064.000 englischsprachigen und 380.000 deutschsprachigen Artikeln3.
Längst ist der kostenlose Reiseführer durch das Weltwissen zum Inbegriff der Enzyklopädie geworden. Gesucht wird online mit Google, doch Nachgeschlagen wird in Wikipedia, zumal deren Seiten immer öfter in den Ergebnislisten der Google-Suche auftauchen. Doch die Wikipedia ist mehr als eine Enzyklopädie. Sie ist zu einem Synonym für eine neue Gattung von Websites und Software geworden: den Wikis. „Wikiwiki"", das ist hawaiianisch und bedeutet „schnell"", und tatsächlich, die Wikipedia ist schnell, sie ändert sich vor allem schnell. Jeden Tag wächst sie, weil sie eine schnelle Bearbeitung ermöglicht – online, ohne HTML-Editor oder HTML-Kenntnisse. Ein Browser reicht aus, um sich am Projekt Wikipedia zu beteiligen.
Die Idee der Wikis ist so alt wie der Browser selbst: Bereits das WorldWideWeb 1.0 hatte den EDIT-Button – das zeigt Abbildung 3.1. Zu sehen ist das allererste Programm für die Darstellung von Internetseiten, entwickelt vom Weberfinder Tim Berners-Lee. Aus dem Browser WorldWideWeb wurde Nexus und „World Wide Web"" (man beachte die Leerzeichen) stand nunmehr für das Ganze, das Web. Ein Teil ging dabei aber verloren: die Idee, Webseiten editieren zu können."
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