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Wohnen als Verortung - Identifikationsobjekte in deutsch-/türkischen Wohnungen

Wohnen als Verortung - Identifikationsobjekte in deutsch-/türkischen Wohnungen

von: Maria Schwertl

Herbert Utz Verlag , 2010

ISBN: 9783831609840 , 97 Seiten

Format: PDF, OL

Kopierschutz: DRM

Windows PC,Mac OSX Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Windows PC,Mac OSX,Linux

Preis: 20,99 EUR

Exemplaranzahl:


  • Leonardo da Vinci - Die Lebensgeschichte
    Pablo Picasso - Die Lebensgeschichte
    Die Vier Lektionen des Lebens
    Verfallen - Thriller
    Jenseits des Meeres liegt die ganze Welt - Roman
    Gustav Klimt - Die Lebensgeschichte
    Frida Kahlo - Die Lebensgeschichte
    Sonea 2 - Die Heilerin - Roman
  • 100 Dinge, die Sie einmal im Leben gegessen haben sollten
    Gottesentrümplung - Warum es nicht verrückt ist, heute religiös zu sein
    Die Nacht in mir - Roman
    Das Flammenzeichen - SIGMA Force - Thriller
    Das Mitternachtskleid - Ein Märchen von der Scheibenwelt
    Kabbalah - Die innersten Gesetze des Universums erkennen, beherrschen, nutzen

     

     

     

 

Mehr zum Inhalt

Wohnen als Verortung - Identifikationsobjekte in deutsch-/türkischen Wohnungen


 

Wenn von Deutsch-/TürkInnen die Rede ist, so sitzen diese häufig zwischen zwei Stühlen, leben in zwei Welten, haben Zuhause einen doppelten Boden oder wohnen gar Döner statt schöner. Statt nach Stühlen, Böden und Dönern sucht diese Studie nach den kleinen Dingen in deutsch-/türkischen Wohnungen. Und kommt mit ihrer Hilfe den Lebenswelten ihrer Besitzer sehr viel näher, als es alleine über Interviews und Biografieforschung möglich wäre.

Angeregt durch die Frage nach den Lieblingsdingen, Erinnerungsgegenständen und Objekten von persönlicher Bedeutung werden Geschenke, Fotografien, Souvenirs und nationalkulturelle Objekte präsentiert. Dabei wird deutlich, dass Status und Lebensstil der neuen deutsch-/türkischen Mittelschicht nicht mit dem Blick auf den Nationalraum Deutschland allein erklärt werden können, sondern im Kontext von sich über nationale Grenzen hinweg ausbreitenden nationalen Räumen gesehen werden müssen. Erst durch die Wahrnehmung dieser dritten Räume wird verständlich, wie sehr das Überschreiten von Staatsgrenzen heute zur Normalität geworden ist und darüber hinaus Lebensstile prägt. MigrantInnen und Menschen mit Migrationshintergrund scheinen dabei zu den natürlichen ProtagonistInnen einer Transnationalisierung und Globalisierung zu gehören. Ihre Netzwerke und Aktivitäten spannen sich quasi von selbst über Distanzen auf. Dass aber auf Migration nicht immer geografische Mobilität folgt, wird erst an Hand der Differenziertheit von Fallbeispielen deutlich. Als wesentlicher Faktor, welcher Lebensstil prägt, kristallisiert sich deshalb letztendlich nicht Migrationshintergrund heraus, sondern Transnationalität.