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Anleitung zum Philosophieren - Selber denken leicht gemacht

Anleitung zum Philosophieren - Selber denken leicht gemacht

von: Aljoscha A. Schwarz, Ronald P. Schweppe

Herbig, 2004

ISBN: 9783776622744, 334 Seiten

2. Auflage

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 5,80 EUR

Ersparnis: 1,70 EUR

  • Elfenkind
    Herbst - Läuterung
    Den Himmel gibt´s echt
    Herbst - Zerfall
    Der Bankräuber
    Bleib cool, Papa
    Du gibst das Leben
    Mein Herz kennt die Antwort
  • Kopfschuss
    Die Zehn Gebote
    Das Feenorakel
    Zeit der Vergebung
    Alphavampir
    Der Geschmack des Wassers
    Succubus Shadows
    Hurentaten
 

Mehr zum Inhalt

Anleitung zum Philosophieren - Selber denken leicht gemacht


 

Konfuzius (S. 117-118)

»Menschen des ersten Grades
lernen kurze Zeit und werden weise.
Menschen des zweiten Grades
werden weise, lernen aber lange.
Menschen des dritten Grades
bleiben dumm und lernen Worte.«
(Konfuzius)

Wie Aristoteles das westliche Denken geprägt hat, so hat Konfuzius das chinesische Denken beeinflusst – und somit immerhin das Denken etwa eines Viertels der gesamten Erdbevölkerung. Neben Buddha und Lao Tse gilt er als der größte Philosoph des Ostens; doch seine Lehren sind so verschieden von diesen beiden, wie Aristoteles sich von Sokrates oder Diogenes unterschied.

Etwa zwanzig Jahre nach der Geburt Lao Tses erwartete ein junges Mädchen, das mit einem alten Mann verheiratet worden war, ein Kind. Der alte Mann stammte aus dem adligen Geschlecht der Kung, das seine Vorfahren bis in die mystische Zeit der Yin-Dynastie, die zwischen 1600 und 1100 Jahren vor unserer Zeitrechnung in China herrschte, zurückverfolgen konnte. Der Knabe, der im Jahre 551 vor unserer Zeitrechnung in Chü-fou, im Fürstentum Lu, der heutigen Provinz Shandong im Nordosten Chinas geboren wurde, bekam den Namen Chiu. Dieser Chiu Kung sollte als Kung fu tse, d.h. Meister Kung, der einflussreichste Denker Chinas werden.

Der Vater war, wie gesagt, schon alt und starb nach wenigen Jahren. Der junge Chiu Kung wuchs also vaterlos auf. Früh zeichnete sich ab, dass von diesem Jungen wohl etwas Besonderes zu erwarten wäre. So ist überliefert, dass er als Kind schon von den alten Bräuchen fasziniert war; sein Lieblingsspiel soll die Nachahmung der überlieferten, hochkomplizierten Opferriten gewesen sein – vielleicht hoffte er, damit dem geliebten verstorbenen Vater näher zu kommen. Auch sein ganzes weiteres Leben widmete er dem Lebensideal des chinesischen Altertums.

Chiu, der spätere Konfuzius, war äußerst fleißig, ja, er machte das Lernen geradezu zu seinem Lebensprinzip. Im Alter von 15 Jahren soll er bereits gesagt haben: »Mein Ziel ist das Lernen.« Natürlich kommt einem dabei leicht der Gedanke, dass das Bürschchen einfach ein furchtbarer Streber gewesen sein könnte.