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Das Betriebssystem erneuern - Alles über die Piratenpartei, Auszug des kompletten Titels - Kapitel: Flüssige Demokratie - Das Betriebssystem erneuern

Stefan Appelius, Armin Fuhrer

 

Verlag Berlin Story Verlag, 2012

ISBN 9783863687144 , 50 Seiten

Format ePUB

Kopierschutz frei

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0,99 EUR


 

Auf die Piratenpartei übt die Vorstellung des antiken Athen einen großen Reiz aus. In ihren Augen ist gerade das Internet dazu geeignet, die einstige Funktion des Marktplatzes mit seiner Volksversammlung und den basisdemokratisch-herrschaftsfeindlichen Strukturen zu übernehmen. Ihr Motto lautet gewissermaßen: Zurück in die Zukunft. Denn was vor 2500 Jahren in einer nach heutigen Maßstäben kleinen Welt möglich war - das gemeinsame und ohne Umwege direkte Entscheiden durch aufgeklärte und informierte Bürger -, wird durch die digitale Revolution zu Beginn des 21. Jahrhundert wieder möglich.
Der erste Schritt dazu war zunächst der Siegeszug der Demokratien westeuropäisch-angelsächsischer Prägung, ausgehend von der Französischen Revolution und der Unabhängigkeitserklärung der USA. Denn Athens Demokratie überlebte den Machtverlust der Stadt, der um das Jahr 400 vor Christi einsetzte, nicht. Danach ist von echten Demokratien nach langen Umwegen über die verschiedensten politische Systeme erst wieder ab dem 19. Jahrhundert zu reden, flächendeckend durchgesetzt haben sie sich erst unter zahlreichen Irrungen und Wirrungen in einem Teil der Welt im 20. Jahrhundert. Doch erst mit den parlamentarisch-repräsentativen Demokratien wurde die Grundvoraussetzung für das neue Piraten-Konzept des 21. Jahrhunderts gelegt: die Liquid Democracy. Und dazu braucht es zudem noch ein technisches Mittel, das die Welt quasi wieder zu einem Marktplatz zusammenschrumpfen lässt: das Internet.