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SPI - Software Process Improvement mit CMMI und ISO 15504

von: Ernest Wallmüller

Carl Hanser Fachbuchverlag, 2007

ISBN: 9783446408906, 213 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 34,90 EUR

  • Statistische Grafiken mit Excel
    PowerPoint 2003
    Risikomanagement für IT- und Software-Projekte - Ein Leitfaden für die Umsetzung in der Praxis
    Beruflich in China - Trainingsprogramm für Manager, Fach- und Führungskräfte
    Der Online Shop - Handbuch für Existenzgründer
    Der Systemtest - Anforderungsbasiertes Testen von Software-Systemen
    Trouble-Shooting für den ersten Führungsjob

     

     

 

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SPI - Software Process Improvement mit CMMI und ISO 15504


 

4 CMMI Reifestufe 2 – Institutionalisieren von gemanagten Prozessen (S. 55-56)

Die Institutionalisierung von Prozessen ist ein wichtiges Konzept im Rahmen der Prozessverbesserung. In Kapitel 4, 5 und 6 verwenden wir das Stufenmodell von CMMI und charakterisieren den Grad der Institutionalisierung von Prozessen. Die Institutionalisierung von Prozessen wird grundsätzlich über die Erfüllung von generischen Zielen und generische Praktiken gesteuert.

Die größte Hürde für viele Organisationen ist der Sprung von einer unreifen IT- bzw. Software-Organisation (Reifegrad 1) zu einer reiferen Prozessorganisation (Reifegrad 2). Reifegrad 1 bedeutet, dass die Prozesse ad hoc ausgeführt werden, d. h. die Mitarbeiter erledigen ihre Arbeit spontan. Problematisch ist die Tatsache, dass die Arbeit teilweise redundant erfolgt, nur schwer planbar ist und die Mitarbeiter die Methoden und Hilfsmittel für Arbeitsergebnisse nicht einheitlich nutzen. Weitere Merkmale von Reifestufe 1 sind die Übernahme zu hoher Verpflichtungen (over-commitment), das Nichteinhalten von Plänen, die Nichtwiederholbarkeit von Arbeitsleistungen, das Überschreiten von Zeit- und Kostenvorgaben. Dies bedeutet nicht immer schlechte Produktqualität, doch der Erfolg hängt wesentlich von einzelnen Personen (Helden) ab. Wenn diese Personen die Organisation verlassen, kommt es zu noch größeren Problemen.

Reifegrad 2 charakterisiert der Austausch von Erfahrungswissen und Gelerntem (lessons learned) sowie anerkannten Praktiken. Weitere Merkmale sind:

- Stabile Planung und Verfolgung des Projekts.
- Frühere Erfolge können wiederholt werden.
- Realistische Verpflichtungen werden vereinbart und auch eingehalten.
- Technische Praktiken sind nicht organisationsweit definiert und variieren von Projekt zu Projekt.

Reifegrad 2 konzentriert sich auf das Managen der Arbeitsprozesse, d. h. der Projektprozess ist unter wirksamer Steuerung bzw. Kontrolle von einem Projektmanagementsystem und folgt realistischen Plänen, die auf der Arbeitsleistung bzw. den Erfahrungsdaten früherer Projekte beruhen.

Dem Reifegrad 2 im Stufenmodell von CMMI sind sieben Prozessbereiche zugeordnet, die zum Management der Projektleistung beitragen:

- Anforderungsmanagement (REQM in Kategorie ENG)
- Projektplanung (PP in Kategorie MAN)
- Projektüberwachung und -steuerung (PMC in Kategorie MAN)
- Management von Lieferantenvereinbarungen (SAM in Kategorie MAN)
- Messung und Analyse (MA in Kategorie SUP)
- Prozess- und Produktqualitätssicherung (PPQA in Kategorie SUP)
- Konfigurationsmanagement (CM in Kategorie SUP)

Wie wir in Kapitel 3 gezeigt haben, hat jeder Prozessbereich spezifische und generische Ziele. Die spezifischen Ziele und Praktiken werden wir anschließend für jeden Prozessbereich von Reifestufe 2 besprechen (Abschnitt 4.1 bis 4.7). Die Erfüllung der generischen Ziele trägt dazu bei, dass die Prozessbereiche institutionalisiert werden, d. h. die Organisation stellt die konsistente Einhaltung der Prozessziele sicher, auch wenn Schlüsselpersonen die Firma verlassen haben.