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Heimlich verliebt in einen Millionär

Heimlich verliebt in einen Millionär

von: MARGARET WAY

CORA Verlag, 2011

ISBN: 9783863490423 , 144 Seiten

Format: ePUB

Kopierschutz: DRM

Windows PC,Mac OSX geeignet für alle DRM-fähigen eReader Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones

Preis: 2,49 EUR

Exemplaranzahl:


  • Abschlussorientierte Nachqualifizierung - Praxiserfahrungen der regionalen und betrieblichen Umsetzung
    Determinanten der Angst vor und nach Herzoperation
    Der Mentor - Rolle, Erwartungen, Realität - Standortbestimmung des Mentoring aus Sicht der Mentoren
    Zukunftsfähig im demografischen Wandel - Herausforderungen für die Pflegewirtschaft
    Hypertension and Cardiovascular Aspects of Dialysis Treatment - Clinical management of volume control
    Anti-Gewalt-Training Magdeburg - Ein sozialtherapeutisches Gruppenprogramm der Gewaltprävention
    Der Luftikurs für Kinder mit Asthma - Ein fröhliches Lern- und Lesebuch für Kinder und ihre Eltern
    Die (Un)sterblichkeit der Menscheit: dem Geheimnis auf der Spur
  • Traumjob Wissenschaft? - Karrierewege in Hochschule und Forschung
    Qualifikationsreserven durch Quereinstieg nutzen - Studium ohne Abitur, Berufsabschluss ohne Ausbildung
    Qualifikation + Leiharbeit = Klebeeffekt? - Die (Wieder-)Eingliederung benachteiligter Jugendlicher in den Arbeitsmarkt
    Kooperative Bildungsverantwortung - Sozialethische und pädagogische Perspektiven auf 'Educational Governance
    Gleiche Chancen für Frauen und Männer mit Berufsausbildung? - Berufswechsel, unterwertige Erwerbstätigkeit und Niedriglohn in Deutschland

     

     

     

     

 

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Heimlich verliebt in einen Millionär


 

1. KAPITEL

Gegenwart

In der obersten Etage des funkelnden Glas- und Stahlgebäudes, dem Sitz von „Rylance Metals“, residierte das Präsidium der milliardenschweren Gesellschaft.

Ich dürfte gar nicht hier sein, dachte Miranda, während sie im Lift zu Corins Büro hinauffuhr. Nicht, dass sie sich hätte verstecken müssen. Sie war in den vergangenen drei Jahren öfter im „Rylance Tower“ gewesen, ohne dass irgendjemand Notiz von ihr genommen hatte. Warum auch? Um nicht aufzufallen, hatte sie stets das übliche dunkelblaue Collegekleid getragen, denn die „Rylance Foundation“ unterstützte mehrere begabte Studenten.

Auf dem Campus zog sie sich bedeutend schicker an. Einige Kommilitoninnen nannten sie scherzhaft „Miss Queensland“, weil sie es verstand, mit wenig Aufwand die größtmögliche Wirkung zu erzielen. Vielleicht hatte sie ihren guten Geschmack von Leila geerbt. Diese war bekannt für ihre Stilsicherheit.

Miranda wusste von Corin, dass Leila inzwischen im Vorstand von „Rylance Metals“ saß. Ihr verblendeter Ehemann hatte ihr diese Position verschafft – gegen den Widerstand seines Sohns. Corin sprach nie darüber. Er spielte überhaupt lieber mit verdeckten Karten, sodass Miranda manches nur ahnen konnte.

Leila erschien nur zu Vorstandssitzungen im „Tower“, daher war heute keine unliebsame Begegnung zu erwarten. Zurzeit befand sie sich mit Dalton in Singapur – beruflich, wie es offiziell hieß. Doch Leila fand immer Zeit, großzügig Geld auszugeben, wenn ihr Mann sich einmal nicht um sie kümmern konnte.

Im obersten Korridor, wo an den Wänden Baupläne aus den hauseigenen Architekturbüros hingen, herrschte tiefe Stille. Ein dicker Teppich dämpfte die Schritte. Miranda sah auf ihre Armbanduhr. Corin würde erst in zehn Minuten Zeit für sie haben, aber sie kam immer etwas zu früh, um ihn nicht warten zu lassen. Meist plauderte sie einige Minuten mit Clare Howard, seiner Privatsekretärin, setzte sich dann auf das Sofa und blätterte in einer der vielen Fachzeitschriften, die den niedrigen Glastisch bedeckten.

Heute hatte sie sich sorgfältiger als sonst zurechtgemacht und von Miss Howard ein Kompliment für ihr hübsches Kleid bekommen. Es war aus gelber Seide und hatte dunkelblaue, violette und türkisblaue Blüten – ein echtes Schnäppchen! Die meisten Kaufhäuser hatten wegen der schwierigen Wirtschaftslage ihre Preise senken müssen. Auch die neuen türkisfarbenen Sandaletten und die Umhängetasche im gleichen Farbton sahen teurer aus, als sie gewesen waren.

Das Haar trug Miranda weiterhin kurz. Sie schnitt es selbst, nur für die hintere Partie bat sie gelegentlich eine Freundin um Hilfe. Sie hatte weder genug Zeit noch das nötige Geld, um sich eine schicke modische Frisur zuzulegen. Drei Abende in der Woche half sie als Bedienung in einem Restaurant aus. Doch das Geld, das sie dafür bekam, war schnell verbraucht. Die Miete für die kleine Etage in der Innenstadt bezahlte die „Rylance Foundation“. Sie lag in einem ruhigen, sicheren Bezirk und war bequem zu erreichen.

„Hallo, Miranda.“ Corin unterbrach seine Lektüre und begrüßte sie mit seinem unwiderstehlichen Lächeln. „Bitte setzen Sie sich.“

Er zeigte auf die bequemen Sessel, die gegenüber seinem Schreibtisch standen, der den Mittelpunkt des geräumigen, geschmackvoll eingerichteten Büros bildete. Kostbare Lederbände füllten die antiken verglasten Bücherschränke. Ein Aktenstapel lag auf der linken Seite des Schreibtischs, in einer Akte hatte Corin anscheinend gelesen. Überall spürte man seine Ordnungsliebe, denn alles war genau an seinem Platz. Durch das Panoramafenster sah man auf die hohen Geschäftshäuser der City und den Fluss dahinter.

„Clare bringt uns Kaffee. Wir müssen über Verschiedenes sprechen.“

„Oh, worüber denn?“ Miranda fühlte sich etwas benommen. Corins Anblick verwirrte sie, deshalb setzte sie sich schnell hin und faltete geduldig die Hände im Schoß.

„Sie sehen gut aus“, bemerkte er wie nebenbei. In Wirklichkeit sah sie bezaubernd aus. Noch nie hatte sie sich in einem so hübschen, betont weiblichen Kleid präsentiert. Bei ihr verband sich körperliche Zartheit mit innerer Kraft. Natürlich hatte sie das Kleid gewählt, um ihren Typ zu betonen, und sie wusste, dass die türkisblauen Blüten genau die Farbe ihrer Augen hatten. Am liebsten hätte Corin ihr das gesagt, aber dann überlegte er es sich anders. Bei Miranda musste man behutsam vorgehen.

„Sie ebenfalls“, gab Miranda das Kompliment zurück. „Trotzdem werde ich den Verdacht nicht los, dass Sie mich noch immer dazu überreden wollen, ein Jahr mit dem Studium auszusetzen.“ Corin hatte das Thema schon einmal angesprochen und es nur scheinbar wieder fallen lassen. Das hätte sie sich denken können.

„So ist es“, bestätigte er freundlich.

Miranda wich seinem Blick aus. An der Wand hinter dem Schreibtisch hing ein großes Ölbild, das eine Dschungelszene zeigte. Aus einem Teppich trockener rostroter Blätter wuchs ein gewaltiger, bizarr geformter Baumstamm empor. Dahinter wucherten Pilze und weiße Orchideen. Das Ganze wirkte so lebendig, als wanderte der Betrachter durch eine natürliche Kulisse.

Das Gemälde stammte von Zara. Sie war künstlerisch sehr begabt, aber ihr Vater hatte ihr eine dementsprechende Ausbildung verweigert. Statt Malerei hatte sie Wirtschaftswissenschaft studieren müssen und arbeitete jetzt für eine große Londoner Investmentgesellschaft.

Miranda hatte das Stillleben schon öfter bewundert und wandte sich wieder Corin zu. „Das Studium überfordert mich nicht. Ich möchte nach dem Staatsexamen gleich mit der Promotion anfangen.“

„Mag sein, aber Sie verlangen zu viel von sich. Das macht mir Sorge.“

Mirandas Herz schlug schneller. „Sie sorgen sich um mich?“, fragte sie erstaunt.

„Warum überrascht Sie das?“

„Weil es unnötig ist.“ Das sagte sie, obwohl sie ihm unendlich dankbar war. Er sorgte sich also um sie!

„Das finde ich nicht“, beharrte er. „Sie sind praktisch eine Waise, aber das Schicksal verbindet uns.“

Miranda verschwieg, dass sie sich auch um ihn Gedanken machte, wenn er unterwegs war, um gesellschaftseigene Minen zu inspizieren. Zumal er mit jedem Jahr attraktiver und anziehender geworden war. Etwas ängstlich beobachtete sie, wie er aufstand, um den Schreibtisch herumkam und sich auf die Kante der Tischplatte setzte. Wie immer war er makellos gekleidet. Er trug die teuersten Anzüge, Hemden, Krawatten und Manschettenknöpfe. Für seine handgearbeiteten Schuhe wurde nur besonders weiches Leder benutzt. Von Kopf bis Fuß war er einfach ein Traummann. Musste sie sich nicht in ihn verlieben?

„Ich weiß, dass Sie Ihr gewaltiges Pensum bewältigen“, räumte er ein. „Das haben Sie mehr als deutlich bewiesen. Doch Sie dürfen nicht vergessen, dass Sie noch sehr jung sind. Erst zwanzig … bis zu Ihrem einundzwanzigsten Geburtstag im Juni vergehen noch Monate. Ich möchte nicht, dass Sie zusammenbrechen.“

Miranda holte tief Luft. „Corin …“

Er unterbrach sie mit einer Handbewegung. „Wenn Sie ein Jahr mit dem Studium aussetzen würden, hätten Sie die Gelegenheit, sich persönlich zu entwickeln und andere Seiten an sich zu entdecken. Es ist wichtig, im Leben die richtige Balance zu finden. Das kann Ihnen für Ihren späteren Beruf nur nützen. Sie sollten reisen, die Welt kennenlernen … meinetwegen auch forschen.“

„Reisen?“, wiederholte Miranda ungläubig. „Sie scherzen.“

„Sehe ich so aus?“ Corin zog die dunklen Augenbrauen hoch. „Ich meine es absolut ernst, Miranda. Sie sind nicht nur eine begabte Studentin, die wir fördern, sondern stehen auch in besonderer Beziehung zu uns. Ihre Mutter ist die Frau meines Vaters. Viele haben geglaubt, die Ehe würde höchstens ein Jahr halten, aber das war ein Irrtum. Leila weiß genau, wie sie ihren Mann behandeln muss.“

„Sex spielt wahrscheinlich die Hauptrolle“, sagte Miranda nachdenklich. „Das Dolce Vita.“ Leila Rylance war bekannt für ihre Schönheit, den sie umgebenden Luxus und ihre Partys. Auch in der Geschäftswelt schien sie etwas zu gelten – und sogar im Kunstbetrieb, wo sie von prominenten Galeristen umschwärmt wurde. Gesellschaftlich gesehen, hatte sie es bis ganz nach oben geschafft.

„Bleiben Sie ernst“, mahnte Corin. „Die Sache ist zu wichtig. Dad ist immer noch ein potenter und lebensfroher Mann. Leila bestimmt über sein Privatleben und managt den Haushalt … beides mit bemerkenswertem Geschick. Sie ist nicht dumm und kehrt ganz die liebende, anhängliche, respektvolle Ehefrau heraus. Jedes Wort von Dad ist eine Offenbarung für sie.“

„Und das nimmt er ihr ab?“, empörte sich Miranda. „Sie und Zara lassen sich doch nicht so leicht täuschen.“

„Dad brachte Leila schon mit nach Hause, als Mum noch lebte. Er gab vor, sie sei eine gute Kollegin und keine kleine Angestellte. Natürlich nahm ihr das keiner ab. Ich weiß noch, wie ich einmal fürchtete, unsere Haushälterin Matty würde sie mit dem Morgentee vergiften. Matty verehrte meine Mutter und hätte alles für sie getan. Anfangs gab sich Leila große Mühe, Zara und mich für sich zu gewinnen. Wir waren noch Kinder, aber nicht dumm. Wir spürten, dass sie die Ehe unserer Eltern in Gefahr brachte. Dad war ihr hörig … lange,...